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Weniger Netzsubventionen könnten Strompreise steigen lassen

Heidelberg (energate) - Die geplante Kürzung der Bundeszuschüsse für die Übertragungsnetzentgelte könnte die Strompreise für Haushalte 2027 leicht steigen lassen. Der von der Bundesregierung vorgelegte Entwurf für den Wirtschaftsplan des Klima- und Transformationsfonds (KTF) für 2027 sieht eine Reduzierung des Zuschusses von 6,5 auf 5,5 Mrd. Euro vor. Das Vergleichsportal Verivox erwartet dadurch einen Anstieg der Netzentgelte um rund drei Prozent beziehungsweise 0,25 Cent/kWh netto.

 

Für einen Haushalt mit 4.000 kWh Jahresverbrauch entspräche das Mehrkosten von etwa 12 Euro pro Jahr. Da die Netzentgelte rund 29 Prozent des Strompreises ausmachen, würde der Haushaltsstrompreis rechnerisch um etwa ein Prozent steigen. Zusätzlichen Preisdruck sieht Verivox durch höhere Beschaffungskosten. Der durchschnittliche Strompreis am Spotmarkt stieg nach Angaben des Unternehmens von 86 Euro/MWh im ersten Halbjahr 2025 auf 93 Euro/MWh im ersten Halbjahr 2026. Ursache seien unter anderem höhere Gaspreise.

 

Unterschiede je nach Wohnort

 

"Je nach Wohnort kann die Erhöhung der Netzentgelte deutlich stärker, aber auch gar nicht ins Gewicht fallen", sagte Verivox-Energieexperte Thorsten Storck. Netzgebiete mit hoher eigener Stromerzeugung seien weniger von den Übertragungsnetzentgelten abhängig. Verbraucher könnten mögliche Mehrkosten durch einen Anbieterwechsel häufig ausgleichen, so Storck.

 

Nach Angaben von Verivox sind die durchschnittlichen Stromnetzentgelte in den vergangenen fünf Jahren um rund 23 Prozent gestiegen. Für einen Haushalt mit 4.000 kWh Jahresverbrauch entspricht das einem Plus von rund 81 Euro pro Jahr. Besonders deutlich fiel der Anstieg zwischen 2023 und 2024 aus, nachdem eine geplante milliardenschwere Entlastung der Übertragungsnetzentgelte infolge eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts zum KTF entfiel. In den Jahren 2025 und 2026 gingen die Netzentgelte dagegen durch neue Bundeszuschüsse wieder zurück. /mh

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