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Trend steigender Kosten für grünen H2 setzt sich fort

Bonn (e-bridge) - In der vergangenen Woche lag das durchschnittliche Strompreisniveau deutlich über dem Wert der Vorwoche. Ursächlich war insbesondere die sehr geringe Windeinspeisung für diese Jahreszeit. Der durchschnittliche Strompreis erhöhte sich dadurch auf 176 Euro/MWh und lag damit zehn Prozent über dem Vorwochenwert. Dadurch erhöhten sich auch die Grenzkosten von grünem Wasserstoff. Der Hydex Green lag im Wochendurchschnitt bei 304 Euro/MWh (10,14 Euro/kg) und damit 25 Euro/MWh (0,84 Euro/kg) über dem Wert der Vorwoche. Der stundenoptimierte Hydex 12 Green lag bei einem Durchschnittswert von 255 Euro/MWh (8,50 Euro/kg). Das untertägige Optimierungspotenzial der Wasserstofferzeugung auf Basis des Hydex 12 Green notierte bei 49 Euro/MWh (1,64 Euro/kg).

 

Die Gaspreise verzeichneten in der vergangenen Woche einen leichten Rückgang. Maßgeblich hierfür waren die milden Witterungsbedingungen sowie die zu Beginn der Woche gestiegenen Erwartungen an eine mögliche Entspannung im Nahen Osten. Die Spotpreise erreichten im Durchschnitt rund 74 Euro/MWh und lagen damit etwa 1 Prozent unter dem Vorwochenniveau. Die Herstellungskosten für konventionellen Wasserstoff fielen dadurch geringer aus. Die Grenzkosten gingen jeweils um 1 Euro/MWh (0,05 Euro/kg) nach unten und notierten bei 152 Euro/MWh (5,06 Euro/kg) für den Hydex Blue beziehungsweise 102 Euro/MWh (4,67 Euro/kg) für den Hydex Grey.

 

Grüner Wasserstoff war vergangene Woche weniger wettbewerbsfähig gegenüber konventionellem Wasserstoff. Der Hyspread "Green-Grey" erhöhte sich um 27 Euro/MWh (0,89 Euro/kg) auf im Mittel 164 Euro/MWh (5,47 Euro/kg). Auf Basis des Hydex 12 Green lag der Hyspread bei 54 Euro/MWh (1,78 Euro/kg). /Philipp Steffens, E-Bridge Consulting

 

Der Wasserstoffindex Hydex ist kostenbasiert und bezieht sich auf die kurzfristigen Gestehungskosten von drei verschiedenen Technologien zur Herstellung von Wasserstoff: Elektrolyse (grün), Dampfreformierung mit (blau) und ohne (grau) CO2-Speicherung. Entwickelt hat ihn das Beratungsunternehmen E-Bridge Consulting, er erscheint wöchentlich im Wasserstoff-Briefing von energate. Den aktuellen Stand finden Sie auch unter: www.e-bridge.de

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