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Thüga und Lichtblick bauen E-LKW-Ladeparks im Südwesten

Hamburg/München (energate) - Die Thüga-Gesellschaft Regioladen+ und der Ökostromanbieter Lichtblick haben zum 1. Juni einen Zuschlag für den Bau neuer E-LKW-Ladestandorte in Baden-Württemberg erhalten. Das teilten die Partner, die für den Antrag ein gemeinsames Konsortium bildeten, nun mit. Das Land stellt im Rahmen des Programms "Base BW" Fördermittel für den Ausbau eines LKW-Ladenetzes bereit. Über den Zuschlag für zwei Lose des Netzes sind nun 14 Standorte geplant, die sich an den regionalen Wirtschafts- und Schwerlastverkehr richten. Vor Ort sollen Ladeleistungen von bis zu 600 kW pro CCS-Ladepunkt geboten werden.

 

Insgesamt schrieb das Land drei Förderlose mit je sieben Suchräumen aus. Eine der Mindestanforderungen war dabei, dass pro Suchraum ein Ladepark entsteht, der mindestens vier LKW-Stellplätze mit Lademöglichkeit sowie einen CCS-Ladepunkt bietet. Die für das Laden verfügbare Nennleistung sollte pro Standort mindestens 1.200 kW betragen und der Strom muss nachweislich aus erneuerbaren Energien stammen. An den geförderten Standorten muss die Ladeinfrastruktur zudem für sechs Jahre betrieben werden, so das baden-württembergische Verkehrsministerium.

 

Die Förderhöhe beträgt maximal 40 Prozent der Gesamtmittelausstattung pro Antragsteller. Ein Maximalbudget des Programms "Base BW" wird in den Fördersätzen nicht als absolute Zahl beziffert. Das übergeordnete Budget zur Elektrifizierung von LKW-Flotten und Ladeinfrastruktur in Baden-Württemberg beträgt rund 50 Mio. Euro.

 

Umsetzung über zwei Jahre

 

Im Vorfeld hatten die Projektpartner nach eigenen Angaben Kontakt zu Flächeneigentümern, Speditionen und Logistikunternehmen aufgenommen, um als Grundlage für die Bewerbung geeignete Standorte zu finden. Nun planen die Unternehmen, die Ladeinfrastruktur innerhalb der nächsten zwei Jahre zu errichten und schrittweise in Betrieb zu nehmen.

 

Die Vorfinanzierung des Projekts und den kommerziellen Betrieb übernimmt Lichtblick E-Mobility. Für Planung, Bau und Beschaffung der Ladeinfrastruktur werde eine gemeinsame Gesellschaft gegründet. Den späteren, technischen Betrieb stellt Regioladen+ sicher. Das Unternehmen bündelt das Ladesäulengeschäft von 15 Stadtwerken aus dem Thüga-Verbund.

 

Jeder geplante Standort soll vier Ladepunkte, Batteriespeicher sowie auf Kundenwunsch auch Ladepunkte zum Megawattladen (MCS) bieten. Die Technologie sieht sich jedoch noch mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert - insbesondere die Netzanschlüsse könnten sich zu einem "Bottleneck" entwickeln, so Experten. Für E-LKW müssen diese schließlich in Kleinstadtgröße dimensioniert sein und durch die knappen Netzkapazitäten wird das Problem verstärkt.

 

Auf energate-Anfrage erklärte ein Lichtblick-Sprecher, dass derzeit noch keine gesicherten Netzanschlüsse für die Ladestationen vorlägen. Die Unternehmen stünden allerdings im engen Austausch mit den Netzbetreibern und hätten auch erste Netzanschlussangebote erhalten. /jr

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