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Siemens investiert in Skeleton

München (energate) - Siemens verstärkt seine Zusammenarbeit mit Skeleton Technologies, Anbieter von Superkondensatoren. Die Partnerschaft stärkt Siemens’ Position im Markt für Rechenzentren und der Superkondensatoren-Technologie, so das Unternehmen. Gleichzeitig verleiht die Partnerschaft Siemens die exklusiven Rechte für den Verkauf und die Skalierung der Produkte von Skeleton im Rechenzentrumsmarkt. Die Partnerschaft der beiden Unternehmen geht einige Jahre zurück: Siemens unterstützt Skeleton Technologies bereits seit 2022 als Technologiepartner und ist seit 2023 auch als Investor beteiligt. "Wir geben den Betrag zur Größenordnung der Investitionssumme nicht bekannt. Siemens hält eine signifikante Minderheitsbeteiligung an Skeleton Technologies", erklärte eine Siemens-Sprecherin auf energate-Nachfrage.

 

Das deutsch-estnische Unternehmen Skeleton fertigt Superkondensatoren. Diese Netztechnikkomponenten können kurzfristig große Mengen Energie speichern und bereitstellen und eignen sich damit für das Abfangen von Spitzenlasten. Dies eigne sich für KI-Rechenzentren, da KI-Anwendungen tausende leistungsfähige Prozessoren benötigen. Der Strombedarf kann innerhalb von Millisekunden stark steigen oder fallen. Diese Schwankungen können sich innerhalb kürzester Zeit zu Lastsprüngen im MW-Bereich summieren. Superkondensatoren fungieren als "elektrischer Stoßdämpfer", so Siemens, indem sie die Leistungsschwankungen absorbieren und die Rechendichte erhöhen.

 

Rechenzentren im Fokus

 

"Der Wettlauf um die Skalierung von KI entwickelt sich zunehmend zu einem Wettlauf um Energie. Rechenzentrumsbetreiber benötigen Lösungen, ihre Kapazität schneller zu erweitern, ohne jahrelang auf neue Netz- und Anlageninfrastruktur warten zu müssen", sagte Peter Koerte, Mitglied des Vorstands der Siemens AG. "Das Portfolio von Skeleton ergänzt das umfassende Siemens-Angebot für Rechenzentren perfekt", ergänzte Markus Grabmeier, President Electrical Products der Siemens AG. Die Transaktionen werden nach Erfüllung der üblichen Abschlussformalitäten abgeschlossen, teilte das Unternehmen mit. Erst im vergangenen Jahr hat Skeleton in Zusammenarbeit mit Siemens in Leipzig seine neue Fabrik für Superkondensatoren eröffnet. Die Wertschöpfungskette der Fabrik sei rein europäisch und aufgrund der eigenen Bauweise unabhängig von Lithium, Kobalt, Mangan oder anderen kritischen Rohstoffen. /sr

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