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Schwache Windeinspeisung erhöht Grenzkosten von grünem H2

Bonn (e-bridge) - In der vergangenen Woche zeigte sich das durchschnittliche Strompreisniveau deutlich über dem Niveau der Vorwoche. Ausschlaggebend war insbesondere die sehr niedrige Windeinspeisung, die zu einem durchschnittlichen Preis von 119 Euro/MWh führte. Dadurch veränderten sich auch die Grenzkosten von grünem Wasserstoff. Der Hydex Green lag im Wochendurchschnitt bei 217 Euro/MWh (7,23 Euro/kg) und damit 58 Euro/MWh (1,93 Euro/kg) über dem Wert der Vorwoche. Der stundenoptimierte Hydex 12 Green erhöhte sich gegenüber der Vorwoche um 32 Euro/MWh (1,06 Euro/kg) und lag bei einem Durchschnittswert von 163 Euro/MWh (5,42 Euro/kg). Das untertägige Optimierungspotenzial der Wasserstofferzeugung auf Basis des Hydex 12 Green notierte bei 54 Euro/MWh (1,81 Euro/kg).

 

Auf Basis der aktuellen Nachrichtenlage sowie erster Signale einer möglichen Entspannung zwischen den USA und dem Iran sind die kurzfristigen Gaspreise im Wochenmittel rückläufig. Die durchschnittlichen Spotmarktpreise lagen bei 42 Euro/MWh und damit rund 14 Prozent unter dem Niveau der Vorwoche. Die Herstellungskosten für konventionellen Wasserstoff fielen dadurch deutlich niedriger aus. Die Grenzkosten gingen jeweils um 8 Euro/MWh (0,26 Euro/kg) beziehungsweise 9 Euro/MWh (0,30 Euro/kg) nach unten und notierten bei 96 Euro/MWh (3,20 Euro/kg) für den Hydex Grey beziehungsweise 106 Euro/MWh (3,53 Euro/kg) für den Hydex Blue.

 

Grüner Wasserstoff war vergangene Woche weniger wettbewerbsfähig gegenüber konventionellem Wasserstoff. Der Hyspread "Green-Grey" erhöhte sich um 66 Euro/MWh (2,19 Euro/kg) auf im Mittel 121 Euro/MWh (4,03 Euro/kg). Auf Basis des Hydex 12 Green lag der Hyspread bei 54 Euro/MWh (1,81 Euro/kg). /Philipp Steffens, E-Bridge Consulting

 

Der Wasserstoffindex Hydex ist kostenbasiert und bezieht sich auf die kurzfristigen Gestehungskosten von drei verschiedenen Technologien zur Herstellung von Wasserstoff, Elektrolyse (grün), Dampfreformierung, mit (blau) und ohne (grau) CO2-Speicherung. Entwickelt hat ihn das Beratungsunternehmen E-Bridge Consulting, er erscheint wöchentlich im Wasserstoff-Briefing von energate. Den aktuellen Stand finden Sie auch unter: www.e-bridge.de

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