Neue Kooperation will Smart-Meter-Rollout beschleunigen
München/Frankfurt am Main (energate) - Der Meter-Asset-Provider Horizon Energy und der Messdienstleister Neugemacht schnüren ein Gesamtpaket für den Smart-Meter-Rollout. Eine entsprechende Kooperation haben beide Unternehmen nun bekannt gemacht. Demnach bringt Neugemacht eine umfassende Technologieplattform für den Messstellenbetrieb ein, während Horizon die Beschaffung und die operative Umsetzung des Rollouts übernimmt. Mit der Kooperation haben die Initiatoren sowohl grundzuständige als auch wettbewerbliche Messstellenbetreiber im Blick. Das gemeinsame Angebot sei zudem darauf ausgelegt, an bestehenden Strukturen aufseiten der Messstellenbetreiber anzuknüpfen, betonten die Partner. Bestehende IT-Systeme, eigene Mitarbeitende sowie Installations- und Servicepartner könnten weiterhin Teil des Betriebsmodells bleiben.
"Bewusst marktrollenneutral"
"Unsere Plattform ist bewusst marktrollenneutral", erklärte Aurelius Wosylus, Geschäftsführer von Neugemacht. Sie soll es Stadtwerken ermöglichen, vorhandene Systeme, Partner und eigene Ressourcen weiter zu nutzen und gleichzeitig neue Prozesse und Anwendungen zu integrieren. "Gemeinsam mit Horizon Energy wollen wir daraus ein Betriebsmodell entwickeln, das die Anforderungen eines wachsenden Messstellenbetriebs aus einer gemeinsamen Perspektive zusammenführt."
Der Messdienstleister Neugemacht ist ein Joint Venture des Software-Anbieters Cuculus und des italienischen Netzbetriebsdienstleisters Gidspertise. Beide Partner hatten das gemeinsame Unternehmen 2023 an den Markt gebracht, um Netzbetreibern eine Plattform für die Abwicklung des Messstellenbetriebs anzubieten. Horizon Energy Deutschland ist ebenfalls als Dienstleister im Messstellenbetrieb aktiv. Als Meter-Asset-Provider stellt das Unternehmen mit britischen Wurzeln Messstellenbetreibern über ein Leasing-Modell die Technik für den Smart-Meter-Rollout zur Verfügung. Das Unternehmen hatte in der Vergangenheit angekündigt, den deutschen Smart-Meter-Rollout mit Investitionsmitteln von bis zu 500 Mio. Euro zu unterstützen. /rb