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Lichtblick übernimmt Geschäftskundenbereich von Mer Germany

Hamburg/Rottendorf/München (energate) - Lichtblick E-Mobility baut sein Geschäft mit gewerblicher Ladeinfrastruktur weiter aus. Vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörden übernimmt das Unternehmen zum 1. Oktober den Geschäftskundenbereich von Mer Germany. Das Unternehmen wird als 100-prozentige Tochtergesellschaft weitergeführt. Dabei gehen rund 7.000 Ladepunkte in Deutschland in den Bestand von Lichtblick E-Mobility über. Der Mer-Standort in München bleibe erhalten, erklärte die Tochter des Hamburger Ökostromanbieters. 

 

"Durch die zunehmende Elektrifizierung von Unternehmensflotten wächst der Bedarf an intelligenten und wirtschaftlichen Ladelösungen. Das neue Team wird uns dabei unterstützen, dieses Marktpotenzial schneller zu erschließen", sagte Sebastian Ewert, Geschäftsführer von Lichtblick E-Mobility. Durch die Übernahme wird er auch bei der neuen Tochtergesellschaft in die Geschäftsführung eintreten. Er ist bereits seit Mai 2024 Geschäftsführer des Ladeinfrastrukturdienstleisters. 

 

Lichtblick baut E-Mobility-Sparte aus

 

Lichtblick setzt aufgrund von Herausforderungen im Kerngeschäft zunehmend auf neue Geschäftsbereiche. Dazu plant das Unternehmen 100 Mio. Euro für das weitere Wachstum der E-Mobility-Sparte ein, die sich seit 2023 im Aufbau befindet. Das Geld soll zum einen in den Ausbau des Schnellladenetzes fließen. Außerdem will Lichtblick den E-LKW-Markt erschließen. Dafür arbeitet der Stromanbieter in Baden-Württemberg mit der Thüga zusammen an einem LKW-Schnellladenetz. Mit der Übernahme des Geschäftskundenbereichs von Mer setzt Lichtblick diesen Weg fort. 

 

Der Ladesäulenbetreiber Mer wurde erst im Juli 2026 von Statkraft in ein Joint Venture ausgelagert. Der bisherige Alleineigner hat damit die Mehrheit an Mer abgegeben, bleibt aber ein gewichtiger Gesellschafter. Die neue Ankergesellschaft ist die Eviny-Gruppe, eine norwegische Kommunalversorger-Allianz. Ob Mer Deutschland Teil der vereinbarten Transaktion wird, hänge allerdings noch von ausstehenden Genehmigungen ab, so Statkraft. /lw

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