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Kosten für grünen und konventionellen Wasserstoff steigen deutlich

Bonn (e-bridge) - In der vergangenen Woche lag das durchschnittliche Strompreisniveau deutlich über dem der Vorwoche. Ursächlich war insbesondere die sehr geringe Windeinspeisung am Wochenende. Der durchschnittliche Strompreis stieg dadurch auf 182 Euro/MWh und lag damit 51 Prozent über dem Vorwochenwert. Dadurch stiegen auch die Grenzkosten von grünem Wasserstoff deutlich an. Der Hydex Green lag im Wochendurchschnitt bei 309 Euro/MWh (10,29 Euro/kg) und damit 91 Euro/MWh (3,03 Euro/kg) über dem Wert der Vorwoche.

 

Der stundenoptimierte Hydex 12 Green lag bei einem Durchschnittswert von 244 Euro/MWh (8,12 Euro/kg). Das untertägige Optimierungspotenzial der Wasserstofferzeugung auf Basis des Hydex 12 Green notierte bei 65 Euro/MWh (2,18 Euro/kg). Die Gaspreise verzeichneten in der vergangenen Woche erneut einen deutlichen Anstieg. Ausschlaggebend waren vor allem die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, insbesondere im Kontext der Aktivitäten der Huthi-Miliz im Jemen. Im Durchschnitt erreichten die Spotpreise rund 80 Euro/MWh und lagen damit etwa 12 Prozent über dem Vorwochenniveau. Die Herstellungskosten für konventionellen Wasserstoff fielen dadurch höher aus. Die Grenzkosten gingen jeweils um 13 Euro/MWh (0,42 Euro/kg) nach oben und notierten bei 163 Euro/MWh (5,43 Euro/kg) für den Hydex Blue beziehungsweise 151 Euro/MWh (5,02 Euro/kg) für den Hydex Grey.

 

Grüner Wasserstoff war vergangene Woche trotzdem weniger wettbewerbsfähig gegenüber konventionellem Wasserstoff. Der Hyspread "Green-Grey" erhöhte sich um 78 Euro/MWh (2,61 Euro/kg) auf im Mittel 158 Euro/MWh (5,27 Euro/kg). Auf Basis des Hydex 12 Green lag der Hyspread bei 65 Euro/MWh (2,18 Euro/kg). /Philipp Steffens, E-Bridge Consulting

 

Der Wasserstoffindex Hydex ist kostenbasiert und bezieht sich auf die kurzfristigen Gestehungskosten von drei verschiedenen Technologien zur Herstellung von Wasserstoff: Elektrolyse (grün), Dampfreformierung mit (blau) und ohne (grau) CO2-Speicherung. Entwickelt hat ihn das Beratungsunternehmen E-Bridge Consulting, er erscheint wöchentlich im Wasserstoff-Briefing von energate. Den aktuellen Stand finden Sie auch unter: www.e-bridge.de

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