RSS Feed

Kosten für grünen und konventionellen Wasserstoff rückläufig

Bonn (e-bridge) - In der vergangenen Woche lag das durchschnittliche Strompreisniveau merklich unter dem Wert der Vorwoche. Ursächlich war insbesondere die deutlich höhere Windeinspeisung. Der durchschnittliche Strompreis verringerte sich dadurch auf 119 Euro/MWh und lag damit 35 Prozent unter dem Vorwochenwert. Dadurch verringerten sich auch die Grenzkosten von grünem Wasserstoff. Der Hydex Green lag im Wochendurchschnitt bei 216 Euro/MWh (7,22 Euro/kg) und damit 92 Euro/MWh (3,07 Euro/kg) unter dem Wert der Vorwoche. Der stundenoptimierte Hydex12 Green lag bei einem Durchschnittswert von 168 Euro/MWh (5,59 Euro/kg). Das untertägige Optimierungspotenzial der Wasserstofferzeugung auf Basis des Hydex12 Green notierte bei 49 Euro/MWh (1,63 Euro/kg).

 

Die Gaspreise gaben in der vergangenen Woche nach. Ausschlaggebend waren vor allem die Aussicht auf kurzfristig sehr milde Temperaturen sowie Hoffnungen auf eine leichte Entspannung der geopolitischen Lage. Zusätzlichen Abwärtsdruck erzeugten Aussagen von US-Präsident Donald Trump über eine mögliche Gesprächsbereitschaft mit dem Iran. Die Spotpreise lagen dadurch im Durchschnitt bei rund 78 Euro/MWh und damit etwa vier Prozent unter dem Vorwochenniveau. Die Herstellungskosten für konventionellen Wasserstoff fielen dadurch geringer aus. Die Grenzkosten gingen jeweils um 5 Euro/MWh (0,17 Euro/kg) nach unten und notierten bei 158 Euro/MWh (5,26 Euro/kg) für den HydexBlue beziehungsweise 146 Euro/MWh (4,86 Euro/kg) für den HydexGrey.

 

Grüner Wasserstoff war vergangene Woche wettbewerbsfähiger gegenüber konventionellem Wasserstoff. Der Hyspread "Green-Grey" verringerte sich um 87 Euro/MWh (2,92 Euro/kg) auf im Mittel 71 Euro/MWh (2,35 Euro/kg). Auf Basis des Hydex12 Green lag der Hyspread bei 49 Euro/MWh (1,63 Euro/kg). /Philipp Steffens, E-Bridge Consulting

 

Der Wasserstoffindex Hydex ist kostenbasiert und bezieht sich auf die kurzfristigen Gestehungskosten von drei verschiedenen Technologien zur Herstellung von Wasserstoff: Elektrolyse (grün), Dampfreformierung mit (blau) und ohne (grau) CO2-Speicherung. Entwickelt hat ihn das Beratungsunternehmen E-Bridge Consulting, er erscheint wöchentlich im Wasserstoff-Briefing von energate. Den aktuellen Stand finden Sie auch unter: www.e-bridge.de

Zurück