Konventioneller Wasserstoff deutlich teurer
Bonn (energate) - Aufgrund der etwas höheren erneuerbaren Einspeisung in der vergangenen Woche kam es zu Preisnachlässen an den kurzfristigen Strommärkten.Die Spotpreise verringerten sich um 2 Prozent und lagen im Wochendurchschnitt bei 118 Euro/MWh. Dadurch gingen auch die Grenzkosten von grünem Wasserstoff nach unten. Der Hydex Green lag im Wochendurchschnitt bei 216 Euro/MWh (7,18 Euro/kg) und damit 4 Euro/MWh (0,13 Euro/kg) unter dem Wert der Vorwoche.
Der stundenoptimierte Hydex 12 Green ging gegenüber der Vorwoche um 1 Euro/MWh (0,47 Euro/kg) nach unten und lag bei einem Durchschnittswert von 202 Euro/MWh (6,73 Euro/kg). Das untertägige Optimierungspotenzial der Wasserstofferzeugung auf Basis des Hydex 12 Green notierte bei 14 Euro/MWh (0,45 Euro/kg).
Gaspreise treiben Grenzkosten
Durch die weiterhin niedrigen Temperaturen, einen ungeplanten Ausfall in Norwegen und die gestiegene Unsicherheit zu einem Zollkonflikt sind die Gaspreise in der vergangenen Woche deutlich gestiegen. Die durchschnittlichen Spotmarktpreise erreichten 41 Euro/MWh und lagen damit 14 Prozent höher als in der Vorwoche. Dadurch notierten auf Wochenbasis auch die Herstellungskosten für konventionellen Wasserstoff höher. Die Grenzkosten stiegen jeweils um 6 Euro/MWh (0,20 Euro/kg) für den Hydex Grey bzw. 7 Euro/MWh (0,24 Euro/kg) für den Hydex Blue und notierten bei 97 Euro/MWh (3,24 Euro/kg) bzw. 105 Euro/MWh (3,51 Euro/kg).
Grüner Wasserstoff war vergangene Woche etwas wettbewerbsfähiger gegenüber konventionellem Wasserstoff. Der Hyspread "Green-Grey" verringerte sich um 10 Euro/MWh (0,33 Euro/kg) auf im Mittel 118 Euro/MWh (3,94 Euro/kg). Auf Basis des Hydex 12 Green lag der Hyspread bei 105 Euro/MWh (3,49 Euro/kg). /Philipp Steffens, E-Bridge Consulting
Der Wasserstoffindex Hydex ist kostenbasiert und bezieht sich auf die kurzfristigen Gestehungskosten von drei verschiedenen Technologien zur Herstellung von Wasserstoff, Elektrolyse (grün), Dampfreformierung, mit (blau) und ohne (grau) CO2-Speicherung. Entwickelt hat ihn das Beratungsunternehmen E-Bridge Consulting, er erscheint wöchentlich im Wasserstoff-Briefing von energate. Den aktuellen Stand finden Sie auch unter: www.e-bridge.de