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Kapitalspritze für H2 aus Abfall

Augsburg (energate) - Arboris, das Family Office des SAP-Mitgründers Klaus Tschira, investiert in das Augsburger Start-up Green Hydrogen Technology (GHT). Wie schon in den Vorrunden, in denen sich die Rheinenergie, der Wasserstoff-LKW-Vermieter Hyland sowie die ETG Entsorgung beteiligten, gibt es keine konkreten Angaben zur Höhe des Investments. "Es handelt sich um eine substanzielle Beteiligung, deren Umfang ausreicht, um die Entwicklung der GHT bis zum Break-even zu finanzieren und gleichzeitig mehrere Projekte im industriellen Maßstab umzusetzen", ordnete CEO Robert Nave gegenüber energate ein. Bisher steht eine Pilotanlage im baden-württembergischen Göppingen am Standort der ETG, die 100 Tonnen klimaneutralen Wasserstoff pro Jahr für Hyland herstellt.

 

Zum Einsatz kommt eine von GHT patentierte Technologie. Im "Flugstromreaktor" wird Synthesegas mit Sauerstoff verbrannt und so ein Heißgas von 1.500 bis 1.700 Grad Celsius erzeugt. In den Heißgasstrom wiederum werden Abfallstoffe eingeblasen und vergast. Das so erzeugte Synthesegas wird von Asche, Verunreinigungen und Wasser befreit und mittels Druckwechseladsorption zu Wasserstoff (99,999 Prozent) aufbereitet. Zusätzlich entsteht flüssiges CO2, das als technisches Gas weiterverwendet werden kann. Laut GHT-CEO Nave ist eine zweite und deutlich größere Anlage ebenfalls in Süddeutschland für 2027 geplant. Damit ließen sich aus 20.000 Tonnen nicht recycelbaren Abfällen 2.000 Tonnen Wasserstoff herstellen. Das neue Projekt werde gemeinsam mit einem weiteren mittelständischen, familiengeführten Entsorgungsunternehmen realisiert, erläuterte Nave. Den konkreten Standort könne er noch nicht nennen, da die Abstimmungen mit den zuständigen Behörden und weiteren lokalen Stakeholdern noch laufen. /mt

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