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Jahreskontrakt 2027 knackt 100-Euro-Marke

Hattingen (energate) - Der Stromterminmarkt hat neue Höchstmarken erreicht. Der Baseload-Jahreskontrakt 2027 für die Handelszone DE-LU überstieg an der EEX am Morgen des 14. Juli die 100-Euro-Marke und lag mittags bei 102,21 Euro/MWh. Für Österreich und die Schweiz hat er sie bereits am Vortag überschritten. Zuletzt lag er Anfang Mai 2023 über 100 Euro/MWh. Nicht anders verhält sich der Frontmonat August, der an der EEX am Mittag mit 118,54 Euro/MWh den höchsten Wert seit Handelsstart des Kontraktes markierte. "Derzeit sehen wir in der deutschen Terminkurve einige recht drastische Preisanstiege", kommentierte ein Handelshaus. "Sie unterstreichen die recht kritische Lage des deutschen Strommarktes, der stark vom Gas abhängig ist." 

 

Iran-Krieg und Hitze treiben Preise an 

 

Der Antrieb kam aus dem Gasmarkt. Die erneuten Eskalationen im Iran-Krieg und die faktische Schließung der Straße von Hormus befeuern den Markt. US-Präsident Donald Trump kündigte nicht nur an, die Seeblockade gegen Schiffe, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren, wieder aufzunehmen. Er stellte auch in Aussicht, dass die USA künftig 20 Prozent des Frachtwertes für die Durchfahrt der Meerenge beanspruchen würden.

 

Jüngst hatte zudem Katar verkündet, die Bemühungen, die Produktion der weltweit größten LNG-Anlage rasch wieder hochzufahren, zu dämpfen. Speicherseitig fehle es an Marktimpulsen, die für einen Juli historisch niedrig gefüllten Speicher zu befüllen, so ein Beobachter. 

 

Zusätzlich treibt die Hitze die Notierungen an. Kernkraftwerke sind in Frankreich und der Schweiz vom Netz, da die Kühlung über die Flüsse nicht mehr gewährleistet werden kann. Gleichzeitig erhöhten hitzebedingte Nachfrageimpulse in Europa und Asien den Wettbewerb um flexible LNG-Ladungen, stellte ein Händler fest. /or

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