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Grüner Wasserstoff verbessert Wettbewerbsfähigkeit

Bonn (energate) - Ein durchschnittlich hohes Windaufkommen in Verbindung mit höheren Temperaturen sorgte vergangene Woche für Preisrückgänge an den kurzfristigen Strommärkten. Die Spotpreise gaben im Mittel um 24 Prozent auf 85 Euro/MWh nach. Dadurch verringerten sich auch die Grenzkosten für grünen Wasserstoff. Der Hydex Green lag im Wochendurchschnitt bei 146 Euro/MWh (4,87 Euro/kg) und damit 41 Euro/MWh (1,36 Euro/kg) unter dem Wert der Vorwoche.

 

Der stundenoptimierte Hydex 12 Green ging mit 45 Euro/MWh (1,49 Euro/kg) ebenfalls zurück und verzeichnete einen Durchschnittswert von 131 Euro/MWh (4,35 Euro/kg). Das untertägige Optimierungspotenzial der Wasserstofferzeugung auf Basis des Hydex 12 Green erhöhte sich leicht und lag bei 15 Euro/MWh (0,52 Euro/kg).

 

Die Gasmärkte verzeichneten im Wochenvergleich einen leichten Preisanstieg. Die Gründe dafür waren vor allem das weiterhin schwache LNG-Angebot und die bisherige wetterbedingte höhere Nachfrage im November. Die Spotpreise stiegen um 5 Prozent auf ein neues Jahreshöchstniveau von 48 Euro/MWh an. Dadurch erhöhten sich auch die Grenzkosten für konventionellen Wasserstoff auf Wochenbasis. Der Hydex Grey und der Hydex Blue notierten jeweils um 3 Euro/MWh höher bei 101 Euro/MWh (3,37 Euro/kg) beziehungsweise 114 Euro/MWh (3,81 Euro/kg).

 

Grüner Wasserstoff verbesserte vergangene Woche seine Wettbewerbsfähigkeit gegenüber konventionellem Wasserstoff. Der Hyspread "Green-Grey" halbierte sich mit einer Verringerung von 44 Euro/MWh (1,46 Euro/kg) nahezu und notierte im Durchschnitt bei 45 Euro/MWh (1,50 Euro/kg). Auf Basis des Hydex 12 Green lag der Hyspread nur noch bei 29 Euro/MWh (0,98 Euro/kg). /Andreas Gelfort, E-Bridge Consulting

 

Der Wasserstoffindex Hydex ist kostenbasiert und bezieht sich auf die kurzfristigen Gestehungskosten von drei verschiedenen Technologien zur Herstellung von Wasserstoff, Elektrolyse (grün), Dampfreformierung, mit (blau) und ohne (grau) CO2-Speicherung. Entwickelt hat ihn das Beratungsunternehmen E-Bridge Consulting, er erscheint wöchentlich im Wasserstoff-Briefing von energate. Den aktuellen Stand finden Sie auch unter: www.e-bridge.de

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