Grüner Wasserstoff etwas teurer
Bonn (energate) - Die geringere Wind- und Solareinspeisung führte in der vergangenen Woche zu etwas höheren Notierungen an den kurzfristigen Strommärkten. Die Spotpreise stiegen im Wochenvergleich um 6 Prozent an und lagen im Durchschnitt bei 65 Euro/MWh. Dadurch erhöhten sich auch die Grenzkosten von grünem Wasserstoff auf Wochenbasis. Der Hydex Green lag im Wochendurchschnitt bei 134 Euro/MWh (4,46 Euro/kg) und damit 6 Euro/MWh (0,19 Euro/kg) über dem Wert der Vorwoche.
Der stundenoptimierte Hydex 12 Green stieg gegenüber der Vorwoche um 9 Euro/MWh (0,31 Euro/kg) an und lag mit einem Durchschnittswert von 103 Euro/MWh (3,42 Euro/kg) über dem Niveau der Vorwoche. Das untertägige Optimierungspotenzial der Wasserstofferzeugung auf Basis des Hydex 12 Green sank um 4 Euro/MWh auf 31 Euro/MWh (1,04 Euro/kg).
An den Gasmärkten gab es in der vergangenen Woche leichte Preisbewegungen nach unten. Hauptursache waren die feiertagsbedingte geringere Nachfrage und die stabile Gasversorgungslage trotz der Wartungsarbeiten in Norwegen. Die Spotpreise verringerten sich um 3 Prozent auf im Mittel 36 Euro/MWh. Dadurch gingen auch die Grenzkosten für konventionellen Wasserstoff auf Wochenbasis zurück. Der Hydex Grey und Hydex Blue verringerten sich jeweils um 2 Euro/MWh (0,09 Euro/kg) und notierten bei 86 Euro/MWh (2,84 Euro/kg) für den Hydex Grey und 97 Euro/MWh (3,23 Euro/kg) für den Hydex Blue.
Grüner Wasserstoff war vergangene Woche weniger wettbewerbsfähiger gegenüber konventionellem Wasserstoff. Der Hyspread "Green-Grey" erhöhte sich um 8 Euro/MWh (0,28 Euro/kg) auf im Mittel 48 Euro/MWh (1,62 Euro/kg). Auf Basis des Hydex 12 Green lag der Hyspread bei 17 Euro/MWh (0,58 Euro/kg). /Philipp Steffens, E-Bridge Consulting
Der Wasserstoffindex Hydex ist kostenbasiert und bezieht sich auf die kurzfristigen Gestehungskosten von drei verschiedenen Technologien zur Herstellung von Wasserstoff, Elektrolyse (grün), Dampfreformierung, mit (blau) und ohne (grau) CO2-Speicherung. Entwickelt hat ihn das Beratungsunternehmen E-Bridge Consulting, er erscheint wöchentlich im Wasserstoff-Briefing von energate. Den aktuellen Stand finden Sie auch unter: www.e-bridge.de