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Grüner Wasserstoff deutlich teurer

Bonn (energate) - Das weiterhin kalte Wetter in Verbindung mit sehr geringer Windeinspeisung führte zu starken Preisanstiegen an den kurzfristigen Strommärkten in der vergangenen Woche. Die Spotpreise stiegen um 46 Prozent und notierten im Wochenmittel bei 168 Euro/MWh. Auch die Grenzkosten für grünen Wasserstoff gingen dadurch auf Wochenbasis wesentlich nach oben. Der Hydex Green lag im Wochendurchschnitt bei 274 Euro/MWh (9,13 Euro/kg) und damit 82 Euro/MWh (2,73 Euro/kg) über dem Wert der Vorwoche.

 

Der stundenoptimierte Hydex 12 Green verteuerte sich mit 70 Euro/MWh (2,35 Euro/kg) ebenfalls deutlich und verzeichnete einen Durchschnittswert von 242 Euro/MWh (8,08 Euro/kg). Das untertägige Optimierungspotenzial der Wasserstofferzeugung auf Basis des Hydex 12 Green erhöhte sich um 11 Euro auf 32 Euro/MWh (1,06 Euro/kg).

 

Auch an den Gasmärkten gingen die Preise vergangene Woche weiter nach oben. Begründet wurden die Preisanstiege vor allem mit den niedrigen Temperaturen in Verbindung mit hoher Gasnachfrage und den Unsicherheiten über die zukünftigen LNG-Lieferungen aus Russland. Die Spotpreise stiegen im Wochenvergleich um zwei Prozent auf 48 Euro/MWh. Dadurch erhöhten sich auch die Grenzkosten für konventionellen Wasserstoff auf Wochenbasis. Der Hydex Grey und der Hydex Blue notierten um 3 Euro/MWh beziehungsweise um 2 Euro/MWh höher bei 103 Euro/MWh (3,44 Euro/kg) Hydex Grey und 114 Euro/MWh (3,81 Euro/kg) Hydex Blue.

 

Grüner Wasserstoff verlor vergangene Woche deutlich an Wettbewerbsfähigkeit gegenüber konventionellem Wasserstoff. Der Hyspread "Green-Grey" stieg um 79 Euro/MWh (2,64 Euro/kg) auf im Mittel 171 Euro/MWh (5,69 Euro/kg) an. Auf Basis des Hydex 12 Green lag der Hyspread bei 139 Euro/MWh (4,63 Euro/kg). /Andreas Gelfort, E-Bridge Consulting

Der Wasserstoffindex Hydex ist kostenbasiert und bezieht sich auf die kurzfristigen Gestehungskosten von drei verschiedenen Technologien zur Herstellung von Wasserstoff, Elektrolyse (grün), Dampfreformierung, mit (blau) und ohne (grau) CO2-Speicherung. Entwickelt hat ihn das Beratungsunternehmen E-Bridge Consulting, er erscheint wöchentlich im Wasserstoff-Briefing von energate. Den aktuellen Stand finden Sie auch unter: www.e-bridge.de

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