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Grenzkosten von grünem Wasserstoff unter Vorwochen-Niveau

Bonn (e-bridge) - In der vergangenen Woche zeigte sich das durchschnittliche Strompreisniveau unter dem Niveau der Vorwoche. Ausschlaggebend war insbesondere die höhere EE‑Einspeisung, die zu einem durchschnittlichen Preis von 93 Euro/MWh führte. Dadurch veränderten sich auch die Grenzkosten von grünem Wasserstoff. Der Hydex Green lag im Wochendurchschnitt bei 176 Euro/MWh (5,88 Euro/kg) und damit 21 Euro/MWh (0,70 Euro/kg) unter dem Wert der Vorwoche.

 

Der stundenoptimierte Hydex 12 Green verringerte sich gegenüber der Vorwoche um 34 Euro/MWh (1,14 Euro/kg) und lag bei einem Durchschnittswert von 133 Euro/MWh (4,44 Euro/kg). Das untertägige Optimierungspotenzial der Wasserstofferzeugung auf Basis des Hydex 12 Green notierte bei 43 Euro/MWh (1,44 Euro/kg).

 

Aufgrund der weiterhin hohen Gasnachfrage in Asien sowie der weiterhin bestehenden Sperrung der Straße von Hormus gingen die kurzfristigen Gaspreise nach oben. Die durchschnittlichen Spotmarktpreise lagen bei 50 Euro/MWh und damit rund 3 Prozent über dem Vorwochenniveau. Die Herstellungskosten für konventionellen Wasserstoff fielen dadurch etwas höher aus. Die Grenzkosten gingen jeweils um 2 Euro/MWh (0,07 Euro/kg) nach oben und notierten bei 106 Euro/MWh (3,53 Euro/kg) für den Hydex Grey beziehungsweise 118 Euro/MWh (3,92 Euro/kg) für den Hydex Blue.

 

Grüner Wasserstoff war vergangene Woche wettbewerbsfähiger gegenüber konventionellem Wasserstoff. Der Hyspread "Green-Grey" verringerte sich um 23 Euro/MWh (0,78 Euro/kg) auf im Mittel 70 Euro/MWh (2,35 Euro/kg). Auf Basis des Hydex 12 Green lag der Hyspread bei 27 Euro/MWh (0,91 Euro/kg). /Philipp Steffens, E-Bridge Consulting

Der Wasserstoffindex Hydex ist kostenbasiert und bezieht sich auf die kurzfristigen Gestehungskosten von drei verschiedenen Technologien zur Herstellung von Wasserstoff, Elektrolyse (grün), Dampfreformierung, mit (blau) und ohne (grau) CO2-Speicherung. Entwickelt hat ihn das Beratungsunternehmen E-Bridge Consulting, er erscheint wöchentlich im Wasserstoff-Briefing von energate. Den aktuellen Stand finden Sie auch unter: www.e-bridge.de

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