Grenzkosten von grünem Wasserstoff stabil gegenüber Vorwoche
Bonn (e-bridge) - In der vergangenen Woche blieben die kurzfristigen Strompreise im Vergleich zur Vorwoche nahezu unverändert. Ausschlaggebend war eine ähnliche Einspeisung der erneuerbaren Energien. In der Folge lagen die kurzfristigen Spotmarktpreise im Wochenvergleich bei durchschnittlich 97 Euro/MWh. Dadurch veränderten sich auch die Grenzkosten von grünem Wasserstoff nur geringfügig. Der Hydex Green lag im Wochendurchschnitt bei 183 Euro/MWh (6,09 Euro/kg) und damit auf dem Niveau der Vorwoche.
Der stundenoptimierte Hydex 12 Green stieg gegenüber der Vorwoche um 3 Euro/MWh (0,08 Euro/kg) nach oben und lag bei einem Durchschnittswert von 146 Euro/MWh (4,87 Euro/kg). Das untertägige Optimierungspotenzial der Wasserstofferzeugung auf Basis des Hydex12 Green notierte bei 36 Euro/MWh (1,21 Euro/kg). Aufgrund der Waffenruhe im Libanon sowie der Ankündigung Irans, die Straße von Hormus wieder zu öffnen, gaben die kurzfristigen Gaspreise in der vergangenen Woche deutlich nach. Die durchschnittlichen Spotmarktpreise lagen bei 42 Euro/MWh und damit rund elf Prozent unter dem Vorwochenniveau.
Die Herstellungskosten für konventionellen Wasserstoff fielen dadurch niedriger aus. Die Grenzkosten gingen jeweils um 6 Euro/MWh (0,20 Euro/kg) nach unten und notierten bei 95 Euro/MWh (3,18 Euro/kg) für den HydexGrey beziehungsweise 106 Euro/MWh (3,54 Euro/kg) für den HydexBlue. Grüner Wasserstoff war vergangene Woche weniger wettbewerbsfähiger gegenüber konventionellem Wasserstoff. Der Hyspread "Green-Grey" erhöhte sich um 6 Euro/MWh (0,19 Euro/kg) auf im Mittel 87 Euro/MWh (2,91 Euro/kg). Auf Basis des Hydex 12 Green lag der Hyspread bei 51 Euro/MWh (1,69 Euro/kg). /Philipp Steffens, E-Bridge Consulting
Der Wasserstoffindex Hydex ist kostenbasiert und bezieht sich auf die kurzfristigen Gestehungskosten von drei verschiedenen Technologien zur Herstellung von Wasserstoff, Elektrolyse (grün), Dampfreformierung, mit (blau) und ohne (grau) CO2-Speicherung. Entwickelt hat ihn das Beratungsunternehmen E-Bridge Consulting, er erscheint wöchentlich im Wasserstoff-Briefing von energate. Den aktuellen Stand finden Sie auch unter: www.e-bridge.de