Grenzkosten von grünem Wasserstoff sinken
Bonn (e-bridge) - In der vergangenen Woche gingen die kurzfristigen Strompreise deutlich zurück. Ausschlaggebend war insbesondere eine zunehmende Windeinspeisung zum Ende der Woche. In der Folge lagen die kurzfristigen Spotmarktpreise im Wochenvergleich rund 29 Prozent niedriger bei durchschnittlich 88 Euro/MWh. Dadurch gingen auch die Grenzkosten von grünem Wasserstoff nach unten. Der Hydex Green lag im Wochendurchschnitt bei 169 Euro/MWh (5,64 Euro/kg) und damit 56 Euro/MWh (1,86 Euro/kg) unter dem Wert der Vorwoche.
Der stundenoptimierte Hydex 12 Green ging gegenüber der Vorwoche um 50 Euro/MWh (1,66 Euro/kg) nach unten und lag bei einem Durchschnittswert von 136 Euro/MWh (4,53 Euro/kg). Das untertägige Optimierungspotenzial der Wasserstofferzeugung auf Basis des Hydex 12 Green notierte bei 33 Euro/MWh (1,11 Euro/kg).
Krieg hält Preise für grauen Wasserstoff weiterhin hoch
Trotz des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten und nach unten korrigierter Temperaturprognosen notierte der Gaspreis im Wochendurchschnitt bei rund 50 Euro/MWh und lag damit etwa 1 Euro/MWh unter dem Niveau der Vorwoche. Insgesamt verbleibt der Preis auf einem weiterhin hohen Niveau, bei gleichzeitig geringer Marktbewegung. Die Herstellungskosten für konventionellen Wasserstoff fielen dadurch etwas geringer aus. Die Grenzkosten gingen jeweils um 2 Euro/MWh (0,07 Euro/kg) nach unten und notierten bei 105 Euro/MWh (3,49 Euro/kg) für den Hydex Grey bzw. 118 Euro/MWh (3,92 Euro/kg) für den Hydex Blue.
Grüner Wasserstoff war vergangene Woche etwas wettbewerbsfähiger gegenüber konventionellem Wasserstoff. Der Hyspread "Green-Grey" verringerte sich um 53 Euro/MWh (2,15 Euro/kg) auf im Mittel 65 Euro/MWh (2,15 Euro/kg). Auf Basis des Hydex 12 Green lag der Hyspread bei 31 Euro/MWh (1,04 Euro/kg).
Der Wasserstoffindex Hydex ist kostenbasiert und bezieht sich auf die kurzfristigen Gestehungskosten von drei verschiedenen Technologien zur Herstellung von Wasserstoff, Elektrolyse (grün), Dampfreformierung, mit (blau) und ohne (grau) CO2-Speicherung. Entwickelt hat ihn das Beratungsunternehmen E-Bridge Consulting, er erscheint wöchentlich im Wasserstoff-Briefing von energate. Den aktuellen Stand finden Sie auch unter: www.e-bridge.de