Grenzkosten von grünem Wasserstoff notieren etwas geringer
Bonn (e-bridge) - Aufgrund der erneut höheren Windeinspeisung über das Wochenende kam es zu Preisnachlässen an den kurzfristigen Strommärkten. Die Spotpreise verringerten sich um 9 Prozent und lagen im Wochendurchschnitt bei 77 Euro/MWh. Dadurch gingen auch die Grenzkosten von grünem Wasserstoff nach unten. Der Hydex Green lag im Wochendurchschnitt bei 156 Euro/MWh (5,20 Euro/kg) und damit 8 Euro/MWh (0,26 Euro/kg) unter dem Wert der Vorwoche.
Der stundenoptimierte Hydex 12 Green ging gegenüber der Vorwoche um 15 Euro/MWh (0,49 Euro/kg) nach unten und lag bei einem Durchschnittswert von 134 Euro/MWh (4,46 Euro/kg). Das untertägige Optimierungspotenzial der Wasserstofferzeugung auf Basis des Hydex 12 Green notierte bei 22 Euro/MWh (0,73 Euro/kg).
Aufgrund milder Temperaturprognosen blieben die kurzfristigen Gaspreise in der vergangenen Woche trotz der Spannungen im Nahen Osten auf dem Niveau der Vorwoche. Die durchschnittlichen Spotmarktpreise lagen bei 34 Euro/MWh. Zu Beginn der neuen Woche ist jedoch ein deutlicher Anstieg der Gaspreise zu beobachten. Die Herstellungskosten für konventionellen Wasserstoff fielen dadurch geringer aus. Die Grenzkosten gingen jeweils um 0,4 Euro/MWh (0,01 Euro/kg) bzw. 0,09 Euro/MWh (0,004 Euro/kg) zurück und notierten bei 84 Euro/MWh (2,78 Euro/kg) für den Hydex Grey beziehungsweise 95 Euro/MWh (3,16 Euro/kg) für den Hydex Blue.
Grüner Wasserstoff war vergangene Woche etwas wettbewerbsfähiger gegenüber konventionellem Wasserstoff. Der Hyspread "Green-Grey" verringerte sich um 7 Euro/MWh (0,25 Euro/kg) auf im Mittel 72 Euro/MWh (2,41 Euro/kg). Auf Basis des Hydex 12 Green lag der Hyspread bei 50 Euro/MWh (1,68 Euro/kg). /Philipp Steffens, E-Bridge Consulting
Der Wasserstoffindex Hydex ist kostenbasiert und bezieht sich auf die kurzfristigen Gestehungskosten von drei verschiedenen Technologien zur Herstellung von Wasserstoff, Elektrolyse (grün), Dampfreformierung, mit (blau) und ohne (grau) CO2-Speicherung. Entwickelt hat ihn das Beratungsunternehmen E-Bridge Consulting, er erscheint wöchentlich im Wasserstoff-Briefing von energate. Den aktuellen Stand finden Sie auch unter: www.e-bridge.de