Grenzkosten von grünem Wasserstoff niedriger
Bonn (e-bridge) - Aufgrund der höheren Windeinspeisung in der vergangenen Woche kam es zu Preisnachlässen an den kurzfristigen Strommärkten. Die Spotpreise verringerten sich um 3 Prozent und lagen im Wochendurchschnitt bei 115 Euro/MWh. Dadurch gingen auch die Grenzkosten von grünem Wasserstoff nach unten. Der Hydex Green lag im Wochendurchschnitt bei 211 Euro/MWh (7,03 Euro/kg) und damit 5 Euro/MWh (0,15 Euro/kg) unter dem Wert der Vorwoche.
Der stundenoptimierte Hydex 12 Green ging gegenüber der Vorwoche um 2 Euro/MWh (0,05 Euro/kg) nach unten und lag bei einem Durchschnittswert von 200 Euro/MWh (6,67 Euro/kg). Das untertägige Optimierungspotenzial der Wasserstofferzeugung auf Basis des Hydex 12 Green notierte bei 11 Euro/MWh (0,35 Euro/kg).
Aufgrund leicht höherer prognostizierter Temperaturen sowie der möglichen Verhandlungslösung zwischen den USA und dem Iran sind die Gaspreise in der vergangenen Woche stabil geblieben. Die durchschnittlichen Spotmarktpreise lagen bei 41 Euro/MWh. Die Herstellungskosten für konventionellen Wasserstoff fielen aufgrund des etwas niedrigeren CO2‑Preises geringer aus. Die Grenzkosten gingen jeweils um 1 Euro/MWh (0,04 Euro/kg) für den Hydex Grey bzw. 0,3 Euro/MWh (0,01 Euro/kg) für den Hydex Blue zurück und notierten bei 96 Euro/MWh (3,20 Euro/kg) bzw. 105 Euro/MWh (3,50 Euro/kg).
Grüner Wasserstoff war vergangene Woche etwas wettbewerbsfähiger gegenüber konventionellem Wasserstoff. Der Hyspread "Green-Grey" verringerte sich um 3 Euro/MWh (0,11 Euro/kg) auf im Mittel 115 Euro/MWh (3,82 Euro/kg). Auf Basis des Hydex 12 Green lag der Hyspread bei 104 Euro/MWh (3,47 Euro/kg). /Philipp Steffens, E-Bridge Consulting
Der Wasserstoffindex Hydex ist kostenbasiert und bezieht sich auf die kurzfristigen Gestehungskosten von drei verschiedenen Technologien zur Herstellung von Wasserstoff, Elektrolyse (grün), Dampfreformierung, mit (blau) und ohne (grau) CO2-Speicherung. Entwickelt hat ihn das Beratungsunternehmen E-Bridge Consulting, er erscheint wöchentlich im Wasserstoff-Briefing von energate. Den aktuellen Stand finden Sie auch unter: www.e-bridge.de