Zum InhaltZum Cookiehinweis

RSS Feed

Grenzkosten von grünem Wasserstoff auf Vorwochen-Niveau

Bonn (e-bridge) - In der vergangenen Woche zeigte sich das durchschnittliche Strompreisniveau weitgehend stabil und lag auf dem Niveau der Vorwoche. Ausschlaggebend war insbesondere die weiterhin konstante EE‑Einspeisung, die zu einem durchschnittlichen Preis von 107 Euro/MWh führte. Dadurch veränderten sich auch die Grenzkosten von grünem Wasserstoff kaum. Der Hydex Green lag im Wochendurchschnitt bei 198 Euro/MWh (6,58 Euro/kg) und damit 1 Euro/MWh (0,02 Euro/kg) unter dem Wert der Vorwoche.

 

Der stundenoptimierte Hydex 12 Green verringerte sich gegenüber der Vorwoche um 3 Euro/MWh (0,11 Euro/kg) und lag bei einem Durchschnittswert von 171 Euro/MWh (5,70 Euro/kg). Das untertägige Optimierungspotenzial der Wasserstofferzeugung auf Basis des Hydex 12 Green notierte bei 30 Euro/MWh (1,00 Euro/kg).

 

Aufgrund der höheren Gasnachfrage in Asien sowie der weiterhin bestehenden Sperrung der Straße von Hormus gingen die kurzfristigen Gaspreise nach oben. Die durchschnittlichen Spotmarktpreise lagen bei 48 Euro/MWh und damit rund 8 Prozent über dem Vorwochenniveau. Die Herstellungskosten für konventionellen Wasserstoff fielen dadurch etwas höher aus. Die Grenzkosten gingen jeweils um 5 Euro/MWh (0,15 Euro/kg) nach oben und notierten bei 104 Euro/MWh (3,46 Euro/kg) für den Hydex Grey bzw. 115 Euro/MWh (3,84 Euro/kg) für den Hydex Blue.

 

Grüner Wasserstoff war vergangene Woche wettbewerbsfähiger gegenüber konventionellem Wasserstoff. Der Hyspread "Green-Grey" verringerte sich um 5 Euro/MWh (0,18 Euro/kg) auf im Mittel 94 Euro/MWh (3,13 Euro/kg). Auf Basis des Hydex 12 Green lag der Hyspread bei 64 Euro/MWh (2,13 Euro/kg). /Philipp Steffens, E-Bridge Consulting

Der Wasserstoffindex Hydex ist kostenbasiert und bezieht sich auf die kurzfristigen Gestehungskosten von drei verschiedenen Technologien zur Herstellung von Wasserstoff, Elektrolyse (grün), Dampfreformierung, mit (blau) und ohne (grau) CO2-Speicherung. Entwickelt hat ihn das Beratungsunternehmen E-Bridge Consulting, er erscheint wöchentlich im Wasserstoff-Briefing von energate. Den aktuellen Stand finden Sie auch unter: www.e-bridge.de

Zurück