Grenzkosten für Wasserstoff gehen zurück
Bonn (e-bridge) - In der vergangenen Woche zeigte sich das durchschnittliche Strompreisniveau unter dem Niveau der Vorwoche. Ausschlaggebend war insbesondere die leicht höhere Windeinspeisung, was zu einem durchschnittlichen Preis von 108 Euro/MWh führte. Dadurch veränderten sich auch die Grenzkosten von grünem Wasserstoff. Der Hydex Green lag im Wochendurchschnitt bei 199 Euro/MWh (6,64 Euro/kg) und damit 32 Euro/MWh (1,07 Euro/kg) unter der Vorwoche.
Der stundenoptimierte Hydex 12 Green verringerte sich gegenüber der Vorwoche um 31 Euro/MWh (1,02 Euro/kg) und lag bei einem Durchschnittswert von 158 Euro/MWh (5,26 Euro/kg). Das untertägige Optimierungspotenzial der Wasserstofferzeugung auf Basis des Hydex 12 Green notierte bei 41 Euro/MWh (1,38 Euro/kg).
In der vergangenen Woche führten Hoffnungen auf eine Öffnung der Straße von Hormus zunächst zu rückläufigen Gaspreisen. Im weiteren Wochenverlauf wurden diese Preisrückgänge jedoch teilweise wieder korrigiert. Dennoch lagen die durchschnittlichen Spotpreise mit 56 Euro/MWh rund vier Prozent unter dem Niveau der Vorwoche. Die Herstellungskosten für konventionellen Wasserstoff fielen dadurch niedriger aus. Die Grenzkosten gingen jeweils um 3 Euro/MWh (0,10 Euro/kg) bzw. 2 Euro/MWh (0,07 Euro/kg) nach unten und notierten bei 127 Euro/MWh (4,23 Euro/kg) für den Hydex Blue bzw. 117 Euro/MWh (3,90 Euro/kg) für den Hydex Grey.
Grüner Wasserstoff war vergangene Woche wettbewerbsfähiger gegenüber konventionellem Wasserstoff. Der Hyspread "Green-Grey" verringerte sich um 30 Euro/MWh (1,00 Euro/kg) auf im Mittel 82 Euro/MWh (2,74 Euro/kg). Auf Basis des Hydex 12 Green lag der Hyspread bei 41 Euro/MWh (1,36 Euro/kg). /Philipp Steffens, E-Bridge Consulting
Der Wasserstoffindex Hydex ist kostenbasiert und bezieht sich auf die kurzfristigen Gestehungskosten von drei verschiedenen Technologien zur Herstellung von Wasserstoff, Elektrolyse (grün), Dampfreformierung, mit (blau) und ohne (grau) CO2-Speicherung. Entwickelt hat ihn das Beratungsunternehmen E-Bridge Consulting, er erscheint wöchentlich im Wasserstoff-Briefing von energate. Den aktuellen Stand finden Sie auch unter: www.e-bridge.de