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Grenzkosten für grünen Wasserstoff steigen weiter

Bonn (energate) - Aufgrund der weiterhin geringen Erneuerbaren-Einspeisung in der vergangenen Woche kam es zu Preisanstiegen an den kurzfristigen Strommärkten. Die Spotpreise erhöhten sich um 15 Prozent und lagen im Wochendurchschnitt bei 121 Euro/MWh. Dadurch gingen auch die Grenzkosten von grünem Wasserstoff nach oben. Der Hydex Green lag im Wochendurchschnitt bei 220 Euro/MWh (7,32 Euro/kg) und damit 24 Euro/MWh (0,81 Euro/kg) über dem Wert der Vorwoche.

 

Der stundenoptimierte Hydex 12 Green ging gegenüber der Vorwoche um 14 Euro/MWh (0,47 Euro/kg) nach oben und lag bei einem Durchschnittswert von 206 Euro/MWh (6,85 Euro/kg). Das untertägige Optimierungspotenzial der Wasserstofferzeugung auf Basis des Hydex 12 Green notierte bei 14 Euro/MWh (0,47 Euro/kg).

 

Infolge niedriger Temperaturen in Europa und geringer Gasspeicherfüllstände sind die Gaspreise in der vergangenen Woche deutlich gestiegen. Die durchschnittlichen Spotmarktpreise erreichten 36 Euro/MWh und lagen damit 18 Prozent höher als in der Vorwoche. Dadurch notierten auf Wochenbasis auch die Herstellungskosten für konventionellen Wasserstoff höher. Die Grenzkosten stiegen jeweils um 8 Euro/MWh (0,27 Euro/kg) für den Hydex Grey beziehungsweise den Hydex Blue und notierten bei 91 Euro/MWh (3,05 Euro/kg) bzw. 98 Euro/MWh (3,27 Euro/kg).

 

Grüner Wasserstoff war vergangene Woche weniger wettbewerbsfähig gegenüber konventionellem Wasserstoff. Der Hyspread "Green-Grey" erhöhte sich um 17 Euro/MWh (0,55 Euro/kg) auf im Mittel 128 Euro/MWh (4,27 Euro/kg). Auf Basis des Hydex 12 Green lag der Hyspread bei 114 Euro/MWh (3,80 Euro/kg). /Philipp Steffens, E-Bridge Consulting

 

Der Wasserstoffindex Hydex ist kostenbasiert und bezieht sich auf die kurzfristigen Gestehungskosten von drei verschiedenen Technologien zur Herstellung von Wasserstoff, Elektrolyse (grün), Dampfreformierung, mit (blau) und ohne (grau) CO2-Speicherung. Entwickelt hat ihn das Beratungsunternehmen E-Bridge Consulting, er erscheint wöchentlich im Wasserstoff-Briefing von energate. Den aktuellen Stand finden Sie auch unter: www.e-bridge.de

 

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