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Grenzkosten für grünen Wasserstoff steigen gegenüber Vorwoche

Bonn (e-bridge) - In der vergangenen Woche zeigte sich das durchschnittliche Strompreisniveau über dem Niveau der Vorwoche. Ausschlaggebend war insbesondere die sehr geringe Windeinspeisung und die angespannte Situation am Strommarkt, die zu einem durchschnittlichen Preis von 129 Euro/MWh führte. Dadurch veränderten sich auch die Grenzkosten von grünem Wasserstoff. Der Hydex Green lag im Wochendurchschnitt bei 231 Euro/MWh (7,71 Euro/kg) und damit 39 Euro/MWh (1,28 Euro/kg) über dem Wert der Vorwoche.

 

Der stundenoptimierte Hydex 12 Green erhöhte sich gegenüber der Vorwoche um 39 Euro/MWh (1,28 Euro/kg) und lag bei einem Durchschnittswert von 188 Euro/MWh (6,28 Euro/kg). Das untertägige Optimierungspotenzial der Wasserstofferzeugung auf Basis des Hydex 12 Green notierte bei 43 Euro/MWh (1,42 Euro/kg).

 

Zu Beginn der Woche sorgten Entspannungssignale zwischen den USA und dem Iran zunächst für sinkende Gaspreise. Die erneute Eskalation im Nahen Osten führte im weiteren Verlauf jedoch zu einem Anstieg der Notierungen. Trotz dieser Entwicklung lagen die durchschnittlichen Spotpreise rund 3 Prozent unter dem Vorwochenniveau bei 59 Euro/MWh. Die Herstellungskosten für konventionellen Wasserstoff fielen dadurch niedriger aus. Die Grenzkosten gingen jeweils um 4 Euro/MWh (0,15 Euro/kg) nach unten und notierten bei 119 Euro/MWh (3,96 Euro/kg) für den Hydex Grey bzw. 130 Euro/MWh (4,33 Euro/kg) für den Hydex Blue.

 

Grüner Wasserstoff war vergangene Woche weniger wettbewerbsfähig gegenüber konventionellem Wasserstoff. Der Hyspread "Green-Grey" erhöhte sich um 43 Euro/MWh (1,44 Euro/kg) auf im Mittel 112 Euro/MWh (3,74 Euro/kg). Auf Basis des Hydex 12 Green lag der Hyspread bei 70 Euro/MWh (2,32 Euro/kg). /Philipp Steffens, E-Bridge Consulting

 

Der Wasserstoffindex Hydex ist kostenbasiert und bezieht sich auf die kurzfristigen Gestehungskosten von drei verschiedenen Technologien zur Herstellung von Wasserstoff, Elektrolyse (grün), Dampfreformierung, mit (blau) und ohne (grau) CO2-Speicherung. Entwickelt hat ihn das Beratungsunternehmen E-Bridge Consulting, er erscheint wöchentlich im Wasserstoff-Briefing von energate. Den aktuellen Stand finden Sie auch unter: www.e-bridge.de

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