Zum InhaltZum Cookiehinweis

RSS Feed

Grenzkosten für grünen Wasserstoff sinken deutlich

Bonn (e-bridge) - In der vergangenen Woche zeigte sich das durchschnittliche Strompreisniveau unter dem Niveau der Vorwoche. Ausschlaggebend war insbesondere die höhere Windeinspeisung am Wochenende, die zu einem durchschnittlichen Preis von 103 Euro/MWh führte. Dadurch veränderten sich auch die Grenzkosten von grünem Wasserstoff. Der Hydex Green lag im Wochendurchschnitt bei 193 Euro/MWh (6,42 Euro/kg) und damit 18 Euro/MWh (0,65 Euro/kg) unter dem Wert der Vorwoche. Der stundenoptimierte Hydex 12 Green verringerte sich gegenüber der Vorwoche um 29 Euro/MWh (0,98 Euro/kg) und lag bei einem Durchschnittswert von 148 Euro/MWh (4,94 Euro/kg). Das untertägige Optimierungspotenzial der Wasserstofferzeugung auf Basis des Hydex 12 Green notierte bei 44 Euro/MWh (1,48 Euro/kg).

 

Die erneute Eskalation im Nahen Osten sowie die Ankündigung möglicher groß angelegter US-Angriffe sorgten in der vergangenen Woche für einen deutlichen Anstieg der kurzfristigen Gaspreise. Der durchschnittliche Spotpreis stieg auf 62 Euro/MWh und lag damit rund zehn Prozent über dem Niveau der Vorwoche. Die Herstellungskosten für konventionellen Wasserstoff fielen dadurch erneut höher aus. Die Grenzkosten gingen jeweils um 9 Euro/MWh (0,29 Euro/kg) nach oben und notierten bei 123 Euro/MWh (4,11 Euro/kg) für den Hydex Grey beziehungsweise 134 Euro/MWh (4,47 Euro/kg) für den Hydex Blue.

 

Grüner Wasserstoff war vergangene Woche wettbewerbsfähiger gegenüber konventionellem Wasserstoff. Der Hyspread "Green-Grey" verringerte sich um 27 Euro/MWh (0,90 Euro/kg) auf im Mittel 69 Euro/MWh (2,31 Euro/kg). Auf Basis des Hydex 12 Green lag der Hyspread bei 25 Euro/MWh (0,83 Euro/kg). /Philipp Steffens, E-Bridge Consulting

 

Der Wasserstoffindex Hydex ist kostenbasiert und bezieht sich auf die kurzfristigen Gestehungskosten von drei verschiedenen Technologien zur Herstellung von Wasserstoff, Elektrolyse (grün), Dampfreformierung, mit (blau) und ohne (grau) CO2-Speicherung. Entwickelt hat ihn das Beratungsunternehmen E-Bridge Consulting, er erscheint wöchentlich im Wasserstoff-Briefing von energate. Den aktuellen Stand finden Sie auch unter: www.e-bridge.de

Zurück