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Grenzkosten für grünen Wasserstoff sinken deutlich

Bonn (e-bridge) - In der vergangenen Woche gingen die kurzfristigen Strompreise nach unten. Ausschlaggebend war eine deutlich höhere Windeinspeisung zum Ende der vergangenen Woche. In der Folge lagen die kurzfristigen Spotmarktpreise im Wochenvergleich rund 25 Prozent niedriger bei durchschnittlich 82 Euro/MWh. Dadurch gingen auch die Grenzkosten von grünem Wasserstoff nach unten. Der Hydex Green lag im Wochendurchschnitt bei 162 Euro/MWh (5,39 Euro/kg) und damit 39 Euro/MWh (1,30 Euro/kg) unter dem Wert der Vorwoche.

 

Der stundenoptimierte Hydex 12 Green ging gegenüber der Vorwoche um 36 Euro/MWh (1,21 Euro/kg) nach unten und lag bei einem Durchschnittswert von 125 Euro/MWh (4,18 Euro/kg). Das untertägige Optimierungspotenzial der Wasserstofferzeugung auf Basis des Hydex 12 Green notierte bei 37 Euro/MWh (1,22 Euro/kg). Trotz der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten sanken die kurzfristigen Gaspreise. Treiber waren vor allem Markterwartungen über mögliche Gespräche zwischen den USA und dem Iran und damit verbundene Hoffnungen auf ein mögliches Ende des Krieges. In der Folge lagen die durchschnittlichen Spotmarktpreise bei 56 Euro/MWh und damit rund 5 Prozent unter dem Vorwochenniveau.

 

Die Herstellungskosten für konventionellen Wasserstoff fielen dadurch niedriger aus. Die Grenzkosten gingen jeweils um 3 Euro/MWh (0,10 Euro/kg) nach unten und notierten bei 113 Euro/MWh (3,76 Euro/kg) für den Hydex Grey beziehungsweise 126 Euro/MWh (4,20 Euro/kg) für den Hydex Blue. Grüner Wasserstoff war vergangene Woche wettbewerbsfähiger gegenüber konventionellem Wasserstoff. Der Hyspread "Green-Grey" verringerte sich um 37 Euro/MWh (1,22 Euro/kg) auf im Mittel 49 Euro/MWh (1,64 Euro/kg). Auf Basis des Hydex 12 Green lag der Hyspread bei 37 Euro/MWh (1,22 Euro/kg). /Philipp Steffens, E-Bridge Consulting

 

Der Wasserstoffindex Hydex ist kostenbasiert und bezieht sich auf die kurzfristigen Gestehungskosten von drei verschiedenen Technologien zur Herstellung von Wasserstoff, Elektrolyse (grün), Dampfreformierung, mit (blau) und ohne (grau) CO2-Speicherung. Entwickelt hat ihn das Beratungsunternehmen E-Bridge Consulting, er erscheint wöchentlich im Wasserstoff-Briefing von energate. Den aktuellen Stand finden Sie auch unter: www.e-bridge.de

 

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