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Grenzkosten für grünen Wasserstoff sinken

Bonn (energate) - Die hohe Solarerzeugung und das milde Wetter sorgten insbesondere am Wochenende für weitere Preisrückgänge an den kurzfristigen Strommärkten gegenüber der Vorwoche. Die Spotpreise fielen im Durchschnitt um 13 Prozent und notierten bei 74 Euro/MWh. Dadurch gingen auch die Grenzkosten von grünem Wasserstoff auf Wochenbasis zurück. Der Hydex Green lag im Wochendurchschnitt bei 148 Euro/MWh (4,92 Euro/kg) und damit 18 Euro/MWh (0,6 Euro/kg) unter dem Wert der Vorwoche.

 

Der stundenoptimierte Hydex 12 Green verringerte sich mit 32 Euro/MWh (1,08 Euro/kg) und verzeichnete einen Durchschnittswert von 98 Euro/MWh (3,25 Euro/kg). Das untertägige Optimierungspotenzial der Wasserstofferzeugung auf Basis des Hydex 12 Green erhöhte sich um 15 Euro/MWh auf 50 Euro/MWh (1,66 Euro/kg).

 

Auch an den Gasmärkten kam es zu Preisrückgängen. Wesentlicher Treiber waren die Ankündigungen von höheren US-Importzöllen und das damit verbundene Risiko einer weltweiten Wirtschaftsrezession gekoppelt mit geringerer Gasnachfrage. Die Spotpreise verringerten sich im Wochenmittel um fünf Prozent auf 40 Euro/MWh. Dadurch gaben auch die Grenzkosten für konventionellen Wasserstoff auf Wochenbasis nach. Der Hydex Grey und Hydex Blue sanken um 4 Euro/MWh beziehungsweise 3 Euro/MWh und notierten bei 90 Euro/MWh (2,99 Euro/kg) für den Hydex Grey und 103 Euro/MWh (3,44 Euro/kg) für den Hydex Blue.

 

Grüner Wasserstoff war diese Woche wettbewerbsfähiger gegenüber dem konventionellen Wasserstoff. Der Hyspread "Green-Grey" verringerte sich um 14 Euro/MWh (0,46 Euro/kg) auf im Mittel 58 Euro/MWh (1,92 Euro/kg). Auf Basis des Hydex 12 Green lag der Hyspread bei 8 Euro/MWh (0,26 Euro/kg) ./Andreas Gelfort, E-Bridge Consulting

 

Der Wasserstoffindex Hydex ist kostenbasiert und bezieht sich auf die kurzfristigen Gestehungskosten von drei verschiedenen Technologien zur Herstellung von Wasserstoff, Elektrolyse (grün), Dampfreformierung, mit (blau) und ohne (grau) CO2-Speicherung. Entwickelt hat ihn das Beratungsunternehmen E-Bridge Consulting, er erscheint wöchentlich im Wasserstoff-Briefing von energate. Den aktuellen Stand finden Sie auch unter: www.e-bridge.de

 

 

 

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