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Globale Spannungen lassen H2-Grenzkosten deutlich steigen

Bonn (e-bridge) - In der vergangenen Woche zogen die Preise an den kurzfristigen Strommärkten infolge einer sehr geringen Windeinspeisung sowie anhaltender globaler Spannungen an. Ausschlaggebend war, dass die Einspeisung aus erneuerbaren Energien trotz eines leichten Anstiegs gegenüber der Vorwoche insgesamt niedrig blieb. Die Strompreise lagen im Wochenvergleich rund 61 Prozent höher und beliefen sich im Durchschnitt auf 124 Euro/MWh. Dadurch gingen auch die Grenzkosten von grünem Wasserstoff nach oben. Der Hydex Green lag im Wochendurchschnitt bei 225 Euro/MWh (7,49 Euro/kg) und damit 69 Euro/MWh (2,29 Euro/kg) über dem Wert der Vorwoche.

 

Der stundenoptimierte Hydex 12 Green ging gegenüber der Vorwoche um 52 Euro/MWh (1,72 Euro/kg) nach oben und lag bei einem Durchschnittswert von 186 Euro/MWh (6,19 Euro/kg). Das untertägige Optimierungspotenzial der Wasserstofferzeugung auf Basis des Hydex 12 Green notierte bei 39 Euro/MWh (1,30 Euro/kg).

 

Aufgrund des Krieges im Nahen Osten und der Sperrung der Straße von Hormus zogen die kurzfristigen Großhandelspreise für Erdgas deutlich an. Die durchschnittlichen Spotmarktpreise lagen bei 52 Euro/MWh und damit rund 51 Prozent über dem Vorwochenwert. Die Herstellungskosten für konventionellen Wasserstoff fielen dadurch deutlich höher aus. Die Grenzkosten gingen jeweils um 23 Euro/MWh (0,78 Euro/kg) bzw. 25 Euro/MWh (0,83 Euro/kg) nach oben und notierten bei 107 Euro/MWh (3,56 Euro/kg) für den Hydex Grey bzw. 120 Euro/MWh (4,00 Euro/kg) für den Hydex Blue.

 

Grüner Wasserstoff war vergangene Woche weniger wettbewerbsfähiger gegenüber konventionellem Wasserstoff. Der Hyspread "Green-Grey" erhöhte sich um 46 Euro/MWh (1,52 Euro/kg) auf im Mittel 118 Euro/MWh (3,93 Euro/kg). Auf Basis des Hydex 12 Green lag der Hyspread bei 79 Euro/MWh (2,63 Euro/kg). /Philipp Steffens, E-Bridge Consulting

 

Der Wasserstoffindex Hydex ist kostenbasiert und bezieht sich auf die kurzfristigen Gestehungskosten von drei verschiedenen Technologien zur Herstellung von Wasserstoff, Elektrolyse (grün), Dampfreformierung, mit (blau) und ohne (grau) CO2-Speicherung. Entwickelt hat ihn das Beratungsunternehmen E-Bridge Consulting, er erscheint wöchentlich im Wasserstoff-Briefing von energate. Den aktuellen Stand finden Sie auch unter: www.e-bridge.de

 

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