Geringere Strompreise senken Grenzkosten von grünem Wasserstoff
Bonn (e-bridge) - In der vergangenen Woche lag das durchschnittliche Strompreisniveau erneut unter dem der Vorwoche. Ausschlaggebend war insbesondere die erneut höhere Windeinspeisung. Infolgedessen sank der durchschnittliche Strompreis auf 120 Euro/MWh. Dadurch veränderten sich auch die Grenzkosten von grünem Wasserstoff. Der Hydex Green lag im Wochendurchschnitt bei 229 Euro/MWh (7,63 Euro/kg) und damit 15 Euro/MWh (0,49 Euro/kg) unter der Vorwoche.
Der stundenoptimierte Hydex 12 Green verringerte sich gegenüber der Vorwoche um 2 Euro/MWh (0,07 Euro/kg) und lag bei einem Durchschnittswert von 204 Euro/MWh (6,79 Euro/kg). Das untertägige Optimierungspotenzial der Wasserstofferzeugung auf Basis des Hydex 12 Green notierte bei 25 Euro/MWh (0,84 Euro/kg).
In der vergangenen Woche setzte sich der Anstieg der Gaspreise fort. Treiber waren vor allem die anhaltenden Sorgen hinsichtlich der Versorgungssicherheit im Winter sowie die erneuten Angriffe der USA auf den Iran. Die durchschnittlichen Spotpreise lagen bei rund 68 Euro/MWh und damit etwa 3 Prozent über dem Niveau der Vorwoche. Die Herstellungskosten für konventionellen Wasserstoff fielen dadurch höher aus. Die Grenzkosten gingen jeweils um 3 Euro/MWh (0,09 Euro/kg) nach oben und notierten bei 143 Euro/MWh (4,77 Euro/kg) für den Hydex Blue beziehungsweise 131 Euro/MWh (4,38 Euro/kg) für den Hydex Grey.
Grüner Wasserstoff war vergangene Woche wettbewerbsfähiger gegenüber konventionellem Wasserstoff. Der Hyspread "Green-Grey" verringerte sich um 17 Euro/MWh (0,57 Euro/kg) auf im Mittel 97 Euro/MWh (3,25 Euro/kg). Auf Basis des Hydex 12 Green lag der Hyspread bei 72 Euro/MWh (2,41 Euro/kg). /Philipp Steffens, E-Bridge Consulting
Der Wasserstoffindex Hydex ist kostenbasiert und bezieht sich auf die kurzfristigen Gestehungskosten von drei verschiedenen Technologien zur Herstellung von Wasserstoff, Elektrolyse (grün), Dampfreformierung, mit (blau) und ohne (grau) CO2-Speicherung. Entwickelt hat ihn das Beratungsunternehmen E-Bridge Consulting, er erscheint wöchentlich im Wasserstoff-Briefing von energate. Den aktuellen Stand finden Sie auch unter: www.e-bridge.de