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Eon will mit KI-Robotern das Stromnetz inspizieren

Chemnitz/Essen/Metzingen (energate) - Der Eon-Konzern will mithilfe von Robotern den Netzbetrieb revolutionieren. In Partnerschaft mit Neura Robotics wollen die Essener sogenannte Physical AI, also Roboter, für kritische Energieinfrastrukturen entwickeln und in die Praxis bringen. Diese sollen dann konkrete Anwendungen für den Netzbetrieb erschließen: von der Inspektion und Überwachung technischer Anlagen bis zur Unterstützung bei potenziell gefährlichen, körperlich belastenden oder repetitiven Tätigkeiten, wie Eon mitteilte. Erste praktische Erfahrungen werden im Laufe des Jahres 2027 erwartet. Diese sollen dann bei Mitnetz Strom, Netztochter der EnviaM-Gruppe, erprobt werden.

 

"Mit dieser Kooperation bringen wir Zukunftstechnologie dorthin, wo sie echten Mehrwert schafft - in den praktischen Netzbetrieb", sagte Stephan Lowis, Vorstandsvorsitzender innerhalb der EnviaM-Gruppe. Humanoide Roboter könnten Mitarbeitende gezielt entlasten. Im Visier hat Lowis dabei körperlich belastende Tätigkeiten oder solche mit besonderen Sicherheitsanforderungen. "Sie übernehmen Routinen und Einsätze in potenziell gefährlichen Bereichen, damit sich Fachkräfte auf die Aufgaben konzentrieren können, für die es ihre Erfahrung braucht", so der EnviaM-Chef.

 

Training in München

 

Um dies zu ermöglichen, müssen die Roboter zunächst trainiert werden. Dies geschieht am "TUM Robo Gym powered by Neura", einem im Oktober 2026 eröffneten Campus der Technischen Universität München und Neura Robotics. Dort bringe das Zentrum Forschung, Robotertraining und industrielle Anwendungen zusammen, hieß es in der Mitteilung. Im Mittelpunkt stehen demnach zunächst ausgewählte Aufgaben wie Inspektionen, das Monitoring kritischer Anlagen einschließlich Umspannwerken und die Unterstützung bei der Objektsicherung.

 

Gelernt wird mit Neuron AI, einem multimodalen Foundation Model für Physical AI von Neura. Es kombiniert nach Unternehmensangaben 3D-Sehen, Tastsinn, Hören, Eigenzustand und Sprache mit einem Gedächtnis. Die zentrale Verbindung zwischen Training und späterem Einsatz bildet das sogenannte Neuraverse, die offene Physical-AI-Plattform von Neura. /rh

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