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Doppelter Fortschritt bei Offshore-Projekten in der Nordsee

Hamburg/Stuttgart (energate) - In der deutschen Nordsee gibt es Fortschritte bei zwei Offshore-Projekten zu vermelden. Die Installation aller Windenergieanlagen des EnBW-Windparks He Dreiht ist abgeschlossen. Außerdem hat das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) die Plangenehmigung für die Anbindungsleitung Balwin 4 und Balwin Delta erlassen.

 

Beim Offshore-Windpark He Dreiht hat der Betreiber EnBW einen wichtigen Meilenstein erreicht: Nachdem im November 2025 die erste Anlage installiert wurde, ist nun der Bau der insgesamt 64 Turbinen abgeschlossen, wie die Schwaben mitteilten. Die Anlagen des Herstellers Vestas verfügen jeweils über eine Leistung von 15 MW. Mit einer Gesamtleistung von 960 MW ist He Dreiht aktuell der größte deutsche Offshore-Windpark. Die vollständige Inbetriebnahme soll im Spätsommer erfolgen, in den kommenden Wochen stehen noch weitere technische und elektrische Arbeiten an, erklärte EnBW. Ursprünglich war die Inbetriebnahme für Ende 2025 angedacht. Verzögerungen im Baufortschritt, die zum Teil durch Zulieferer bedingt waren, verzögerten das Projekt jedoch um einige Monate. Aktuell untersucht Vestas auch noch einen Schaden, der Ende Juli dazu führte, dass ein Rotorblatt des Windparks von der Polizei aus der Nordsee geborgen werden musste.

 

Insgesamt hat EnBW rund 2,4 Mrd. Euro in den Bau von He Dreiht investiert. Das Projekt kommt ohne staatliche Förderung aus. Dafür hat das Unternehmen bereits zahlreiche PPAs geschlossen, unter anderem mit der DHL, den Stahlkonzernen SHS und Salzgitter, der Telekom, der Deutschen Bahn, dem Technologiekonzern Bosch, dem Essener Chemiekonzern Evonik sowie dem Frankfurter Flughafen. Mit Google hat EnBW ebenfalls einen langfristigen Abnahmevertrag aus dem Windpark geschlossen.

 

Netzanbindung für 1.500-MW-Windpark

 

Auch für den geplanten Offshore-Windpark Waterekke des Projektierers Luxcara gibt es gute Nachrichten. Das BSH hat die Plangenehmigung für die Offshore-Anbindungsleitung Balwin4 und Balwin Delta erlassen. Zuständig für den Bau der Netzanbindungssysteme ist der Übertragungsnetzbetreiber Tennet. Die Konverterplattform Balwin Delta und das stromabführende HGÜ-Kabel Balwin 4 verfügen über eine Gesamtleistung von 2.000 MW. Waterekke mit seinen 1.500 MW wird an die Netzanbindungen angeschlossen, perspektivisch soll die im vergangenen Jahr nicht verauktionierte Fläche N-10.2 mit einer Leistung von 500 MW hinzukommen. Die bauvorbereitenden Offshore-Arbeiten für die Konverterplattform beginnen noch im Spätsommer 2026, die Verlegung des HGÜ-Kabels soll Anfang 2027 erfolgen. Die Inbetriebnahme ist für das 4. Quartal 2029 geplant. /rh

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