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Daimler Truck bekräftigt Engagement bei H2-LKW

Leinfelden-Echterdingen (energate) - Daimler Truck setzt für die Zukunft auch auf Wasserstoff-LKW. Das sagte Unternehmenschefin Karin Rådström gegenüber der Deutschen Presseagentur. Bis Ende der 2020er-Jahre wolle der Nutzfahrzeughersteller einen "mittleren dreistelligen Millionenbetrag" in die Technologie investieren. Daimler Truck betrachte H2-LKW weiterhin als Teil der Lösung für die Dekarbonisierung im Verkehrssektor.

 

Es gebe Anwendungsfälle, in denen Brennstoffzellenantriebe die bessere Alternative seien, etwa mit Blick auf eine höhere Nutzlast und Reichweite, sagte Rådström. Auch wenn dies auf einen "eher geringen Prozentsatz" der Kunden zutreffe, sei Daimler Truck von der Wichtigkeit des Angebots an Wasserstoff-LKW neben dem von Elektro-LKW überzeugt. Auch weil die Preise für H2 und Strom in den Absatzmärkten unterschiedlich hoch ausfallen. Zugleich sei die passende Infrastruktur nicht überall gleich gegeben.

 

Grundsätzlich wolle Daimler Truck nicht "denselben Fehler machen, der im Bereich der Elektromobilität begangen wurde", so Rådström. Daher baue ihr Unternehmen bereits in einem frühen Stadium Partnerschaften auf, damit sich das gesamte Ökosystem parallel entwickele.

 

Ursprünglich wollte Daimler Truck als Schwerlastsparte von Mercedes-Benz ab 2027 wasserstoffbetriebene LKW in Serie fertigen. Dies wurde jedoch in einer Mitteilung im Sommer 2025 "auf die frühen 2030er-Jahre" verschoben. Als Gründe nannte das Unternehmen den langsameren Ausbau der Wasserstofftankstellen sowie weitere externe Faktoren wie Energiepreise, Subventionen und regulatorische Vorgaben.

 

Politische Unterstützung

 

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) begrüßte das Bekenntnis des Konzerns aus Baden-Württemberg zur Wasserstofftechnologie. Dies bestätige auch den Kurs in seinem Bundesland. "Wir dürfen uns von China nicht abhängen lassen", sagte der Minister. Noch befinde sich Deutschland bei Forschung und Entwicklung an der Weltspitze. "Wenn wir das jetzt nicht in die breite Anwendung bringen, haben wir wieder eine Technologie verloren", wird Aiwanger in einer Mitteilung des bayerischen Wirtschaftsministeriums zitiert. Der Freistaat fördere den Markthochlauf von Wasserstoff-Nutzfahrzeugen mit einem 35-Mio.-Euro-Programm. /jr

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