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Cubos übernimmt Ladegeschäft von Total Energies

Wolfsburg (energate) - Cubos vollzieht seine dritte Übernahme in sechs Monaten. Nachdem der Ladeinfrastruktur- und Photovoltaikanbieter im April Chargeone und im Dezember Swarco übernommen hatte, kauft das Unternehmen nun das gewerbliche Ladegeschäft von Total Energies Deutschland. Die B2B-Charging-Sparte von Total Energies umfasst rund 6.000 AC-/DC-Ladepunkte deutschlandweit, wie Cubos mitteilte. Das Gesamtportfolio der Wolfsburger steigt mit der Übernahme auf über 15.000 Ladepunkte an. Neben den Ladesäulen übernimmt das Unternehmen auch alle Mitarbeitenden von Total Energies. Das Team wächst damit auf über 500 Mitarbeitende an. Zu den finanziellen Details der Transaktion haben die Parteien Stillschweigen vereinbart, jedoch handle es sich "um einen Deal von erheblicher Größenordnung", teilte eine Cubos-Sprecherin auf Nachfrage von energate mit.

 

Total Energies begründete auf Nachfrage den Verkaufsschritt damit, dass das Portfolio überprüft werde. In Bezug auf das B2B-Ladegeschäft in Deutschland sei das Unternehmen zu dem Schluss gekommen, "dass in diesem Bereich künftig nicht unser strategischer Schwerpunkt liegen wird", so ein Sprecher von Total Energies. "Der Markt für Ladeinfrastruktur konsolidiert sich gerade spürbar", ordnete die Cubos-Sprecherin zudem ein. Ein Blick auf die Anbieterlandschaft zeigt, dass Ladesäulenbetreiber derzeit etwas straucheln. So hat der E-Mobility-Dienstleister Elvah Ende März Insolvenz anmelden müssen. Auch The Mobility House hat als E-Mobilitätsdienstleister einen Strategieschwenk vollzogen und konzentriert sich stärker auf den Energiehandel und bidirektionales Laden. Darüber hinaus zeigte der "Fortschrittsmonitor Energiewende 2026" vom BDEW mit der Unternehmensberatung EY, dass Im Verkehrssektor weiterhin ein größeres Ladeangebot als eine Nachfrage durch elektrische Fahrzeuge bestehe. Die Nachfrage werde um das Zweieinhalb-Fache übererfüllt. 

 

Cubos setzt auf eigenes Energiemanagementsystem

 

Im Zuge der Übernahme garantiert Cubos einen reibungslosen Übergang für die Kundschaft. Demnach werden alle Verträge fortgeführt und Integration der Cubus-Plattform soll schrittweise erfolgen. Dabei möchte der Ladeanbieter auch die Leistungen ausbauen. Denn das Ziel sei ein integriertes Energiesystem, erklärte Cubos-CEO Marc Wille. So sollen eigene Hard- und Software sowie PV- und Batteriespeicheranwendungen hinzukommen. Das eigene Energiemanagementsystem könne nicht nur die Ladepunkte an einem Standort, sondern auch andere große Stromverbraucher einbinden, wie Produktionsanlagen oder Gebäudetechnik, erklärte die Sprecherin. Dadurch ließen sich Lastspitzen abfedern, überschüssiger PV-Strom nutzen und die Ladepunkte in das Gesamtsystem einbinden. "Für Betreiber bedeutet das eine höhere Auslastung, niedrigere Betriebskosten und eine bessere Wirtschaftlichkeit des gesamten Standorts", so die Sprecherin.

 

Anorganisches Wachstum

 

"Mit der Übernahme des B2B-Ladeinfrastrukturgeschäfts von Total Energies in Deutschland kommen wir unserem Ziel, unter die Top 3 CPOs in Deutschland aufzusteigen, einen entscheidenden Schritt näher", so Wille über das 2018 in Wolfsburg gegründete Unternehmen. Ziel sei es nun, den Wachstumskurs fortzusetzen, auch über anorganisches Wachstum, heißt es von dem Unternehmen. "Kleinere Ladeinfrastruktur-Betreiber sind eingeladen, Teile unserer offenen CPO-Plattform zu nutzen und davon zu profitieren, ohne selbst die gesamte Infrastruktur aufbauen zu müssen", sagte die Sprecherin. /hp

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