Creos vergibt Aufträge für Wasserstoffprojekt "mosaHYc"
Saarbrücken (energate) - Die Creos-Tochter Creos Deutschland Wasserstoff hat den Vertrag für Tief- und Rohbauarbeiten für das Wasserstoffprojekt "mosaHYc" vergeben. Auftragnehmer ist eine Arbeitsgemeinschaft der Enrotec Versorgung GmbH und der Max Streicher GmbH. Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich im August 2026 beginnen. Die Inbetriebnahme des Wasserstoffnetzes ist für 2027 geplant. Das Wasserstoffprojekt Mosahyc ist Teil des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes.
Creos plant im Rahmen des Projekts zusammen mit dem französischen Netzbetreiber Natran eine grenzüberschreitende Wasserstoffinfrastruktur in Frankreich und dem Saarland. Zusammen investieren sie rund 110 Mio. Euro in ein rund 90 Kilometer langes Netz. Zum größten Teil sollen dabei bestehende und zum Teil bereits stillgelegte Gasleitungen genutzt werden. Auf rund 16 Kilometern zwischen Leidingen und Dillingen muss auf deutscher Seite aber auch neu gebaut werden. Deshalb entfällt der Großteil der Investition mit 70 Mio. Euro auf die deutsche Seite. Das Projekt wird vom Bund und dem Saarland mit 44 Mio. Euro gefördert.
Wasserstoff für CO2-reduzierten Stahl
Die neue Wasserstoffleitung verläuft von der französischen Grenze bei Leidingen bis zum Werksgelände der Rogesa Roheisengesellschaft Saar in Dillingen, eine Tochtergesellschaft der Stahlunternehmen Dillinger und Saarstahl, die Ankerkunden des Mosahyc-Projekts sind. Rogesa wird jährlich bis zu 50.000 Tonnen Wasserstoff beziehen, der in der Produktion von CO2-reduziertem Stahl zum Einsatz kommt. Die Produktion im Projekt "Power4Steel" mittels Elektrolichtbogenofen soll 2028/29 anlaufen.
"Mit der heutigen Vertragsunterzeichnung kann die bauliche Umsetzung eines bedeutenden Schlüsselprojekts im Saarland beginnen", sagte Norman Blaß, Geschäftsführer der Creos Deutschland Wasserstoff GmbH. Die neue Leitung werde Industrieunternehmen in der Region den Zugang zu Wasserstoff ermöglichen und zugleich anderen Nutzern zur Verfügung stehen. /tc