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Borkum Riffgrund 3 vollständig in Betrieb

Hamburg (energate) - Die dänische Ørsted hat ihren Offshore-Windpark Borkum Riffgrund 3 mit einer Leistung von 913 MW in den kommerziellen Betrieb überführt. Ursprünglich war dies schon für das erste Quartal 2026 geplant. Bis dahin seien bereits 80 Prozent der Anlagen am Netz gewesen, erläuterte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage von energate. Daraufhin sei es aber zu Netzausfällen gekommen, was die Inbetriebnahme der weiteren Anlagen verzögert habe - ebenso wie das zum Teil sehr schlechte Wetter.  Die ersten Anlagen speisen bereits seit Dezember 2025 ins Netz ein

 

Neben Ørsted ist auch Nuveen Infrastructure zu gleichen Teilen an dem Projekt beteiligt. Der Park gehört zu den ersten, die in der Ausschreibung mit null Cent bezuschlagt wurden. Eine weitere Besonderheit: Er ist direkt an eine Offshore-Konverterplattform von Tennet angeschlossen, was ein Umspannwerk einspart.

 

Borkum Riffgrund 3 besteht aus 83 Siemens-Gamesa-Anlagen mit je 11 MW Leistung. Damit ist er der bislang größte vollständig ans Netz gegangene Windpark in der deutschen Nordsee. Er wird diesen Rang aber voraussichtlich schon in Kürze an He Dreiht verlieren. Er ist zudem nahezu doppelt so groß wie der zweitgrößte Park des Unternehmens, Borkum Riffgrund 2, mit 465 MW. Mit Inbetriebnahme von Borkum Riffgrund 3 wächst das Portfolio von Ørsted in der deutschen Nordsee auf 2.540 MW, laut Ørsted entspricht dies einem Viertel der deutschen Offshore-Kapazität. Bereits 2015 hatte das Unternehmen hierzulande mit Borkum Riffgrund 1 seinen ersten Offshore-Windpark eröffnet, zuletzt kam 2025 Gode Wind 3 hinzu. Weltweit soll das Offshore-Portfolio von Ørsted bis Jahresende auf 18.000 MW wachsen.

 

CPPAs über 786 MW

 

Für Borkum Riffgrund 3 hat Ørsted mehrere langfristige Stromabnahmeverträge mit verschiedenen Großkunden abgeschlossen, die aus den Bereichen Rechenzentren, Einzelhandel und chemische Industrie stammen. Insgesamt belaufen sich die Corporate Power Purchase Agreements (CPPA) auf eine Gesamtleistung von 786 MW. Größte Abnehmer sind Amazon (350 MW) und BASF (186 MW). Das Chemieunternehmen Covestro (100 MW), die Energie-Handels-Gesellschaft/Rewe-Gruppe (100 MW) sowie Google (50 MW) erhalten ebenfalls Strom aus dem Windpark. Die Verträge haben eine Laufzeit zwischen 10 und 25 Jahren. /sd

 

Anmerkung: Diese Meldung wurde am 01.09.2026 um die Erklärung für die Verzögerung ergänzt. 

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