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THE kann gewünschte Speicherkapazität kontrahieren

Berlin/Düsseldorf (energate) - Im Rahmen der Ausschreibungen für das Regelenergieprodukt Long-Term Options (LTO) konnte THE die ausgeschriebene Speicherkapazität vollständig kontrahieren. Die Ausschreibungsergebnisse hat der Marktgebietsverantwortliche veröffentlicht. Für Speicher in Österreich und Bayern, die an die Regelenergiezone H-Gas Süd (HS) angeschlossen sind, hatte THE 12.000 MW für die zweite Februarhälfte und 8.500 MW für die erste Märzhälfte ausgeschrieben. Für Speicher in den Regelenergiezonen H-Gas Gascade (HGE) und H-Gas Ontras (HOS) im Nordosten von Deutschland wurden 9.300 MW und 6.500 MW jeweils für die genannten Zeiträume ausgeschrieben. Die Leistungserfordernisse haben die Fernleitungsnetzbetreiber für niedrige Temperaturen in diesen Zeiträumen ermittelt. Nach Auswertung der Ausschreibungsergebnisse durch energate muss THE für Leistungspreise 59 Mio. Euro bezahlen. In den LTO-Regelausschreibungen für die Monate Januar bis März 2026 für alle deutschen Regelenergiezonen hatte THE im Herbst 2025 insgesamt 50 Mio. Euro für Leistungspreise bezahlt. Die Aufwendungen für LTOs werden in den Bilanzierungsumlagekonten verbucht. Bei THE war bis zum Redaktionsschluss niemand für einen Kommentar und eine Bestätigung der Zahlen zu erreichen. Aber Marktteilnehmer bestätigen die Höhe der Aufwendungen für die Leistungspreise.

 

Während der Messe E-world hatten Marktteilnehmer durchaus Skepsis geäußert, ob THE angesichts der niedrigen Füllstände vieler Speicher in der Lage sei, die Kapazität voll zu kontrahieren. In der Regelenergiezone Süd hat vermutlich geholfen, dass auch an den Speichern 7Fields und Haidach in Österreich die Leistung angeboten werden konnte. Haidach ist noch zu 30,6 und 7Fields zu 37,8 Prozent befüllt. Beide Speicher sind an das deutsche und das österreichische Fernleitungsnetz angeschlossen. Von den vier bayerischen Speichern ist nur Bierwang noch zu mehr als 30 Prozent befüllt. Von den sieben Speichern den Regelenergiezonen HGE und HOS sind die Speicher Kraak und Peckensen noch zu mehr als 30 Prozent befüllt. Bei den Aufwendungen für Leistungspreise wurden im Vorfeld keine Abschätzungen abgegeben. Dass es "teuer" wird, war erwartet worden. /hl

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