Siemens Energy: Gewinnsprung und Auftragsflut zum Jahresstart
Berlin (energate) - Siemens Energy ist gut ins laufende Geschäftsjahr gestartet. Deutliche Fortschritte bei der Krisenbewältigung der Windkraftsparte und gute Geschäfte mit Gasturbinen für Kraftwerke sowie Netztechnikkomponenten bescherten dem Technologiekonzern einen Gewinnsprung. Für weiteren Optimismus im Management sorgte zudem das starke Neugeschäft. Unterm Strich erzielte Siemens Energy im ersten Quartal 746 Mio. Euro Gewinn nach Steuern, knapp doppelt so viel wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres, geht aus dem jetzt veröffentlichten Geschäftsbericht hervor.
Ergebnistreiber waren demnach vor allem Anzahlungen und Reservierungsgebühren aus den Kerngeschäftszweigen Gasturbinen und Netztechnik. Der Verlust vor Sondereffekten bei der Windradhersteller-Tochter Siemens Gamesa schmolz auf 46 Mio. Euro nach 347 Mio. Euro Defizit im Vorjahresquartal. Diese Entwicklung schreibt der Mutterkonzern Verbesserungen in Sachen Produktivität sowie im Servicegeschäft zu. Am Ziel, die 2023 wegen Qualitätsproblemen einzelner Windradbaureihen havarierte Windsparte noch im laufenden Jahr in die Gewinnzone zurückzubringen, hält der Konzern fest. Dies könne im zweiten Quartal der Fall sein, stellte Finanzchefin Maria Ferraro in Aussicht.
Fokus von Investitionen soll Europa bleiben
Die große weltweite Nachfrage nach Gasturbinen, der immense Stromnetzausbaubedarf und der Boom zum Bau von Rechenzentren bescherten Siemens Energy prall gefüllte Auftragsbücher. Alle drei Markttrends zusammen brachten Siemens Energy im ersten Quartal des laufenden Jahres Bestellungen im Wert von 17,6 Mrd. Euro - ein neuer Rekord, wie das Management betonte. Die Marktentwicklung brachte den Konzern auch dazu, massiv in neue Fertigungskapazitäten zu investieren, jüngst in den USA, wo für umgerechnet 850 Mio. Euro ein neues Werk entstehen soll. Bei der Vorstellung der Bilanz stellte die Unternehmensführung klar, dass Europa die Fokusregion für Investitionen bleibe. Siemens Energy habe 2025 allein in Deutschland ebenso viel investiert wie nun in den Vereinigten Staaten, ordnete Ferraro ein. /pa