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Redispatch-Kosten stagnieren wahrscheinlich

Dortmund (energate) - Die Kosten für den Redispatch beliefen sich im Jahr 2025 auf voraussichtlich rund 2,7 Mrd. Euro. Das Maßnahmenvolumen sank im Vergleich zum Vorjahr von 15,3 auf 14 Mrd. kWh, wie aus Kostenschätzungen des Übertragungsnetzbetreibers Amprion hervorgeht. Die abrufabhängigen Kosten sanken demnach auf 1,7 Mrd. Euro (2024: 1,9 Mrd. Euro). Die Vorhaltekosten für Reservekraftwerke stiegen hingegen an, weshalb die Kosten für den Redispatch im Jahr 2025 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres lagen.

 

Zum Vergleich: 2023 waren noch rund 3,3 Mrd. Euro für das Netzengpassmanagement notwendig. Die genauen Kosten für den Vorbehalt der Reservekraftwerke nannte Amprion nicht. Im Jahr 2024 beliefen sie sich allerdings auf 685 Mio. Euro. Die Zahlen sind lediglich vorläufige Schätzungen. Der vollständige Strommarktbericht des Übertragungsnetzbetreibers erscheint erst am 3. Februar. Die finalen Kosten des Redispatch-Managements veröffentlicht die Bundesnetzagentur erst später, im Vorjahr war dies erst im April der Fall.

 

Reservekraftwerke länger gefragt?

 

Amprion-CEO Christoph Müller wiederholte im Zuge der gestiegenen Vorhaltekosten für Reservekraftwerke seine Forderung nach einer Reservekraftwerksstrategie. "Das bedeutet: Weitere Steinkohlekraftwerke dürfen erst vom Netz, wenn neue Kapazitäten verlässlich verfügbar sind. Wir müssen jetzt Planungssicherheit schaffen, denn die Reservekraftwerke werden wir absehbar länger als bis 2031 brauchen", so Müller. Bezogen auf den sinkenden Redispatch-Bedarf zeigte sich Müller hingegen zufrieden. "Wir sehen an diesen Zahlen, dass der Netzausbau wirkt." Noch in diesem Jahr plant Amprion, die große Stromautobahn Ultranet in Betrieb zu nehmen. A-Nord soll 2027 folgen. Müller erwartet daher in den kommenden Jahren einen weiter sinkenden Redispatch-Bedarf. /rh

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