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Nextwind erhält Milliardenkredite

Berlin (energate) - Das Berliner Start-up Nextwind stellt seine Unternehmensfinanzierung auf ein neues Fundament. Das auf Windkraft-Repowering-Vorhaben spezialisierte Cleantech-Unternehmen sicherte sich neue Kreditlinien im Umfang von 1,4 Mrd. Euro. Bereitgestellt wird das frische Fremdkapital im Rahmen einer neuartigen Plattformfinanzierung. Dabei werden bestehende und künftige Windprojekte gebündelt. Dadurch soll der Zugang institutioneller Investoren zum Onshore-Windmarkt erleichtert werden. Der Abschluss des Repowerings eröffnet zudem neue Investitionsmöglichkeiten. "Langfristig wollen wir sie zu modernen, integrierten Hubs ausbauen, die Energie aus unterschiedlichen erneuerbaren Quellen an einem Ort erzeugen, speichern und zum richtigen Zeitpunkt netzdienlich verteilen", erklärte Lars Meyer, Co-CEO von Nextwind. Außerdem sicherte sich das Unternehmen sogenannte Akkordeon-Fazilitäten in Höhe von weiteren 1,3 Mrd. Euro, die schrittweise aktiviert werden können.

 

Die Strukturierung der Finanzierung übernahm das Investmenthaus Lazard, während die Transaktion von der Deutschen Bank, der ING Bank und der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) begleitet wird. Die Deutsche Bank agiert dabei als Global Coordinator, während die ING Bank unter anderem als Green Loan Coordinator fungiert. Auch Versicherungsunternehmen beteiligen sich an Teilen der Garantielinien.

 

Windparks modernisieren

 

Mit dem Kapital will das 2020 gegründete Unternehmen mehr als die Hälfte seiner derzeit 37 Windparks mit einer Gesamtkapazität von 450 MW umfassend modernisieren. Bis 2028 soll deren Leistung auf über einen GW steigen. Insgesamt strebt das Unternehmen in diesem Zeitraum eine Vervierfachung seiner Gesamtkapazität auf 3 GW an. Die Repowering-Kapazität des Unternehmens liegt bei rund 1,4 GW. Neben Repowering-Projekten sind auch neue "Greenfield"-Vorhaben, also neugebaute Projekt, geplant.

 

Langfristig plant Nextwind, die Standorte zu integrierten Knotenpunkten auszubauen. Bei diesen "Clean Energy Hubs", wie das Unternehmen sie nennt, soll an einem Ort Energie aus erneuerbaren Quellen erzeugt, zusammengeführt und der Strom anschließend vor Ort gespeichert werden. Ziel ist es, diesen dann netzdienlich einzuspeisen, erklärte Meyer. /hp

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