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Mainz bekommt H2-Initialnetz

Mainz (energate) - Die Stadtwerke-Tochter Mainzer Netze startet mit dem Aufbau eines Initialnetzes für Wasserstoff. Es entsteht im Industriegebiet der Mainzer Neustadt und im Ortsbezirk Mombach, teilten die Mainzer Stadtwerke mit. Für über 10 Mio. Euro plant Mainzer Netze den Neubau einer rund 2,6 Kilometer langen Leitung vom Gelände des Wirtschaftsbetriebs Mainz, vorbei am Klärwerk hin zum Hauptsitz der Schott AG. Vorgesehen ist auch der Bau eines Elektrolyseurs, der eine H2-Tankstelle und lokale Industrieunternehmen mit grünem Wasserstoff versorgen soll. Die finale Investitionsentscheidung soll nach Vorliegen der Vorplanung und detaillierter Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen Ende 2025 erfolgen.

 

Das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium unterstützt das Projekt "H2-Initialnetz Mainz" mit rund 7,2 Mio. Euro. "Gemeinsam mit unseren Unternehmen, den Kommunen sowie den Forschungsinstituten bringen wir als Landesregierung den Wasserstoff im Land voran", sagte Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt (FDP) bei der Übergabe des Förderbescheids. Gerade die Industrie- und Gewerbeunternehmen nahe dem Industriezollhafen sowie schwere Nutzfahrzeuge wie Busse oder Müllfahrzeuge könnten über das neue Wasserstoffnetz zukünftig versorgt werden.

 

Wasserstoff für Mobilität und Industrie

 

Partner des Projekts ist die "Hy2gen" Deutschland GmbH aus Wiesbaden. Sie errichtet den Elektrolyseur auf einem Grundstück der Mainzer Netze in der Rheinallee und betreibt die Wasserstofftankstelle, die bisher auf dem Gelände der ESWE Verkehr in Wiesbaden stand. In den kommenden Monaten soll sie auf das Areal des Klärwerks in Mainz umziehen. ESWE Verkehr hatte sich 2022 für eine Neuausrichtung des Fuhrparks auf Diesel und batterieelektrische Fahrzeuge entschieden. Die Verkehrsgesellschaft Mainzer Mobilität hatte daraufhin fünf ausrangierte Wasserstoffbusse der ESWE übernommen. Im Juni 2025 wurde gemeinsam mit dem Fußball-Bundesligisten Mainz 05 ein sechster Brennstoffzellenbus angeschafft. 

 

Das Netz werde bewusst so geplant, dass industrielle Großabnehmer wie der Spezialglashersteller Schott, aber auch die Mainzer Mobilität sowie verschiedene Industrie- und Logistikunternehmen mit geringem Aufwand angeschlossen werden können, heißt es von den Stadtwerken. Im Einzugsgebiet der neuen Leitung liege ein Großteil der perspektivischen H2-Großabnehmer in Mainz. Mit Schott und dem Papierhersteller Essity sei die Nutzung von Wasserstoff in industriellen Prozessen bereits erfolgreich getestet worden. /tc

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