Knappe Mehrheit für mehr Freiflächen-Solar
Berlin (energate) - Die Mehrheit der Bevölkerung ist der Ansicht, die Bundesregierung sollte sich stärker als bisher für den Ausbau von Solaranlagen auf Freiflächen einsetzen. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Fachagentur Wind und Solar im März 2026 unter 1.000 Teilnehmenden hervor. Danach sprachen sich 55 Prozent für ein stärkeres Engagement aus, 14 Prozent für ein gleichbleibend hohes. 24 Prozent plädieren für ein schwächeres Engagement der Bundesregierung.
Auch die Zustimmung für den Ausbau Erneuerbarer insgesamt fällt hoch aus. Laut Umfrage vertreten rund 76 Prozent der Befragten die Ansicht, dass Deutschland erneuerbare Energien stärker ausbauen sollte. Dabei variiert der Zuspruch je nach Parteizugehörigkeit. Bei Wählende der Unionsparteien, sowie von SPD, Grünen und Linken lagen die Zustimmungswerte zwischen 86 und 99 Prozent. Bei den AfD-Anhängern sprachen sich hingegen nur 36 Prozent für einen stärkeren Ausbau aus.
Zustimmung bei PV stark von Parteizugehörigkeit abhängig
Eine noch deutlichere Differenzierung zeigt sich beim Ausbau der Freiflächen-Photovoltaik: Während sich über 85 Prozent der Anhänger von Grünen und Linken ein größeres Engagement der Politik in diesem Bereich wünschen, sind es bei der CDU noch 55 Prozent, bei Anhängern der AfD nur noch 23 Prozent.
Antje Wagenknecht, Geschäftsführerin der Fachagentur Wind und Solar, sieht trotzdem ein klares Bild: "Die Ergebnisse zeigen sehr deutlich: Der Ausbau erneuerbarer Energien wird von einer breiten Mehrheit der Bevölkerung getragen - parteiübergreifend und klar." Damit lieferten die Bürgerinnen und Bürger ein klares Mandat für eine zukunftsorientierte Energiepolitik, so Wagenknecht. /sd