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Ineratec und Rheinmetall kooperieren bei E-Fuels für Militär

Karlsruhe/Düsseldorf (energate) - Der Hersteller von synthetischen Kraftstoffen Ineratec und der Rüstungskonzern Rheinmetall haben eine strategische Partnerschaft im Bereich E-Fuels geschlossen. Wie Ineratec, ein Spin-off aus dem Karlsruher Institut für Technologie, mitteilte, sei das Ziel des Projekts "Giga PtX", skalierbare Power-to-Liquid-Anlagen in den Bereichen Verteidigung und kritischer Infrastruktur einzusetzen. Zum Einsatz kommen sollen dezentrale, modulare Power-to-Liquid-Anlagen mit einer Kapazität von jeweils 5.000 bis 7.000 Tonnen pro Jahr. In den Anlagen von Ineratec können aus erneuerbarem Wasserstoff und CO2 synthetisches Kerosin, Benzin, Diesel, Wachse, Methanol oder Erdgas hergestellt werden.

 

Die Streitkräfte könnten damit einen Teil ihrer Logistik dekarbonisieren, ohne dass Änderungen an den aktuellen Fahrzeugtechnologien notwendig seien, hieß es von Ineratec. Zudem sei die Partnerschaft ein entscheidender Schritt für den Aufbau resilienter Energiesysteme, die unabhängig von fossilen Brennstofflieferketten funktionieren. "Ineratec leistet einen signifikanten Beitrag zur Resilienz - und der Verteidigungssektor fungiert als ein starker Katalysator für die Skalierung resilienter, sauberer Technologien", sagte Maximilian Backhaus, CCO bei Ineratec. Shena Britzen, Leiterin des Wasserstoffprogramms bei Rheinmetall, nannte E-Fuels eine "strategische Notwendigkeit". Es gehe nicht nur um Energiesicherheit, "sondern um die Fähigkeit, unabhängig zu handeln - in der Logistik, im Einsatz und in Krisenzeiten". Laut Ineratec kann der Kraftstoffverbrauch bei Militäroperationen pro Soldat und Tag 20 bis 60 Liter erreichen. /kij

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