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Hohe Zufriedenheit bei E-Lkw-Nutzern

Freiburg (energate) - Die meisten Transportunternehmen zeigen sich mit ihren E‑Lkw zufrieden und erwarten, dass diese künftig zum Standard werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Öko-Instituts unter 57 Unternehmen, die batterieelektrische schwere Nutzfahrzeuge einsetzen. Demnach gilt die Mautbefreiung mit Abstand als wichtigster Anreiz und Voraussetzung zur Beschaffung von E-Lkw. An zweiter Stelle werden günstige Preise an öffentlichen Ladestationen genannt. Zufriedenstellend sind an den Lkw vor allem die hohe Fahrzeugzuverlässigkeit, die Kostenreduktion und die Laufruhe, so die Umfrage. Im Vergleich zu Diesel-Lkw werden E-Lkw in der Tendenz daher als technisch zuverlässiger bewertet. Darüber hinaus stellt das Verkehrsministerium in den kommenden vier Jahren rund eine Milliarde Euro für den Ausbau der Ladeinfrastruktur im Schwergüterverkehr bereit. Förderfähig sind nicht nur Ladepunkte und Netzanschlüsse, sondern auch Batteriespeicher und intelligente Lastmanagementsysteme. Das gab das Verkehrsministerium vor Kurzem bekannt.

 

In puncto Laden verfügen 86 Prozent der befragten Unternehmen inzwischen über ein eigenes Depot. Dort liegt die durchschnittliche Netzanschlussleistung bei 1.115 kW. Die Höhe der installierten Gesamtleistung lag bei durchschnittlich 629 kW. Rund zwei Drittel der Unternehmen planen ihre Ladeinfrastruktur weiter auszubauen. Als Hindernisse des Ausbaus werden vor allem hohe Kosten und ein hoher bürokratischer Aufwand für die Netzanschlusserweiterung genannt. Weniger positiv bewertet wird hingegen das öffentliche Laden. Bemängelt werden vor allem der Platzmangel für Lkw, fehlende Verfügbarkeiten und hohe Kosten. 

 

Trotzdem setzen die Unternehmen die Beschaffung von E-Lkw fort. 42 Prozent der Befragten sehen batterieelektrische Antriebe bis 2030 als Standard. Weitere 51 Prozent erwarten, dass sie zumindest den Großteil der eingesetzten Antriebstechnologien ausmachen. Alle anderen Optionen, wie auch Wasserstoff oder Hybride, werden nach Einschätzung der Befragten nur vereinzelt im Einsatz sein. Der Hochlauf alternativer Antriebe wird auch durch die Neujustierung des THG-Regimes und des THG-Quoten-Gesetzes begünstigt. /lw

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