Grundsteinlegung für 100-MW-Elektrolyseur in Hamburg
Hamburg (energate) - Der Baustart für den 100-MW-Elektrolyseur in Hamburg ist erfolgt. "Wir machen in Hamburg ernst und gehen in die Realisierungsphase", sagte Kirsten Fust, Sprecherin der Geschäftsführung der Hamburger Energiewerke bei der feierlichen Grundsteinlegung. "Es ist der Beweis, dass grüner Wasserstoff heute investierbar ist und dass eine klimafreundliche Energiewende zügig umgesetzt werden kann", ergänzte Alexandra Bernstorff, Managing Partner Luxcara. Die beiden Unternehmen stehen hinter der Hamburg Green Hydrogen Hub, der verantwortlichen Projektgesellschaft. Die PEM-Anlage soll jährlich rund 10.000 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren.
Bereits im September 2024 hatte das Hamburger Joint Venture dem Hersteller Siemens Energy den Zuschlag für die Anlage am Kraftwerksstandort Moorburg erteilt. Im Sommer dieses Jahres starteten die Bauvorbereitungen. Der Untergrund für die insgesamt 16.000 Quadratmeter große Fläche des Elektrolyseur-Gebäudes ist bereitet. Bis Mitte 2026 soll das Gebäude fertig und die Kompressoren errichtet sein. Im Anschluss werden die Stacks, die Herzstücke des Elektrolyseurs, geliefert. Diese fertigt Siemens in der neuen Gigafactory in Berlin, montiert wird anschließend am Standort Mühlheim sowie bei einem "anderen europäischen Partner". Die Nähe der Fertigung war einer der ausschlaggebenden Gründe für den Zuschlag. Ziel ist es, den grünen Wasserstoff in das Verteilnetz HH-WIN einzuspeisen. Kunden sollen ebenfalls die Möglichkeit haben, den H2 über eine geplante Trailer-Verladestation zu beziehen.
Auch EWE startete den Bau
Trotz schleppenden Wasserstoffhochlauf ist es der zweite Baustart für einen Groß-Elektrolyseur innerhalb einer Woche. Der Regionalversorger EWE hat offiziell mit der Errichtung des 280-MW-Elektrolyseurs in Emden begonnen. EWE und Hamburger Energiewerke gehören zu den wenigen Gasverteilnetzbetreibern, die im großen Stil H2-Netze planen. /sr /mt