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Grüner Wasserstoff wieder teurer als konventioneller

Bonn (energate) - Ein durchschnittlich niedriges Windaufkommen in Verbindung mit niedrigeren Temperaturen sorgte vergangene Woche für Preisanstiege an den kurzfristigen Strommärkten. Die Spotpreise erhöhten sich im Mittel um 34 Prozent auf 114 Euro/MWh. Dadurch stiegen auch die Grenzkosten für grünen Wasserstoff deutlich an. Der "Hydex Green" lag im Wochendurchschnitt bei 190 Euro/MWh (6,34 Euro/kg) und damit 44 Euro/MWh (1,47 Euro/kg) über dem Wert der Vorwoche.

 

Der stundenoptimierte "Hydex 12 Green" stieg mit 45 Euro/MWh (1,50 Euro/kg) ebenfalls an und verzeichnete einen Durchschnittswert von 176 Euro/MWh (5,85 Euro/kg). Das untertägige Optimierungspotenzial der Wasserstofferzeugung auf Basis des "Hydex 12 Green" blieb konstant und lag bei 15 Euro/MWh (0,49 Euro/kg).

 

Die Gasmärkte verzeichneten im Wochenvergleich einen leichten Preisnachlass. Der Grund dafür war vor allem das höhere LNG-Angebot. Die Spotpreise verringerten sich leicht um 2 Prozent auf ein Niveau von 48 Euro/MWh an. Dadurch verringerten sich auch die Grenzkosten für konventionellen Wasserstoff auf Wochenbasis. Der "Hydex Grey" und der "Hydex Blue" notierten jeweils um 1 Euro/MWh niedriger bei 100 Euro/MWh (3,33 Euro/kg) bzw. 113 Euro/MWh (3,78 Euro/kg).

 

Grüner Wasserstoff verringerte seine Wettbewerbsfähigkeit gegenüber konventionellem Wasserstoff. Der Hyspread "Green-Grey" verdoppelte sich mit einer Erhöhung von 45 Euro/MWh (1,51 Euro/kg) nahezu und notierte im Durchschnitt bei 90 Euro/MWh (3,01 Euro/kg). Auf Basis des "Hydex 12 Green" lag der Hyspread bei 76 Euro/MWh (2,52 Euro/kg). /Andreas Gelfort, E-Bridge Consulting

Der Wasserstoffindex Hydex ist kostenbasiert und bezieht sich auf die kurzfristigen Gestehungskosten von drei verschiedenen Technologien zur Herstellung von Wasserstoff, Elektrolyse (grün), Dampfreformierung, mit (blau) und ohne (grau) CO2-Speicherung. Entwickelt hat ihn das Beratungsunternehmen E-Bridge Consulting, er erscheint wöchentlich im Wasserstoff-Briefing von energate. Den aktuellen Stand finden Sie auch unter: www.e-bridge.de

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