Grenzkosten von grünem Wasserstoff zum Jahresbeginn etwas niedriger
Bonn (energate) - Aufgrund der höheren Windstrom-Einspeisung zum Jahresbeginn kam es zu Preisrückgängen an den kurzfristigen Strommärkten. Die Spotpreise gingen um ein Prozent zurück und lagen im Wochendurchschnitt bei 85 Euro/MWh. Dadurch gingen auch die Grenzkosten von grünem Wasserstoff nach unten. Der Hydex Green lag im Wochendurchschnitt bei 165 Euro/MWh (5,49 Euro/kg) und damit 1 Euro/MWh (0,04 Euro/kg) unter dem Wert der Vorwoche.
Der stundenoptimierte Hydex 12 Green wurde gegenüber der Vorwoche um 4 Euro/MWh (0,14 Euro/kg) günstiger und lag bei einem Durchschnittswert von 153 Euro/MWh (5,09 Euro/kg). Das untertägige Optimierungspotenzial der Wasserstofferzeugung auf Basis des Hydex 12 Green blieb wie in der Vorwoche bei 3 Euro/MWh (0,09 Euro/kg).
Gaspreise sind kein Preistreiber
Aufgrund der Weihnachtsfeiertage und der reduzierten Handelsaktivität zum Jahreswechsel verzeichneten die Gaspreise in der vergangenen Woche lediglich einen moderaten Anstieg. Die durchschnittlichen Spotmarktpreise erhöhten sich um 0,7 Prozent und beliefen sich auf 30 Euro/MWh. Dadurch notierten auf Wochenbasis auch die Herstellungskosten für konventionellen Wasserstoff höher.
Die Grenzkosten stiegen jeweils um 0,5 Euro/MWh (0,02 Euro/kg) für den Hydex Grey bzw. 0,3 Euro/MWh (0,01 Euro/kg) für den Hydex Blue und notierten bei 82 Euro/MWh (2,72 Euro/kg) bzw. 89 Euro/MWh (2,97 Euro/kg). Grüner Wasserstoff war vergangene Woche wettbewerbsfähiger gegenüber konventionellem Wasserstoff. Der Hyspread "Green-Grey" verringerte sich um 2 Euro/MWh (0,06 Euro/kg) auf im Mittel 83 Euro/MWh (2,76 Euro/kg). Auf Basis des Hydex 12 Green lag der Hyspread bei 71 Euro/MWh (2,37 Euro/kg). /Philipp Steffens, E-Bridge Consulting
Der Wasserstoffindex Hydex ist kostenbasiert und bezieht sich auf die kurzfristigen Gestehungskosten von drei verschiedenen Technologien zur Herstellung von Wasserstoff, Elektrolyse (grün), Dampfreformierung, mit (blau) und ohne (grau) CO2-Speicherung. Entwickelt hat ihn das Beratungsunternehmen E-Bridge Consulting, er erscheint wöchentlich im Wasserstoff-Briefing von energate. Den aktuellen Stand finden Sie auch unter: www.e-bridge.de