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Eon setzt auf flexible Arbeitsmodelle

Essen (energate) - Der Energiekonzern Eon reagiert auf den wachsenden Fachkräftemangel sowie strukturelle Veränderungen in der Branche. Mit einem Mitarbeiterversprechen möchte das Unternehmen seine Attraktivität am Arbeitsmarkt steigern. Dabei setze das Unternehmen auf flexible Arbeitsmodelle, familienfreundliche Angebote und eine langfristige Mitarbeiterbindung, wie Eon mitteilte. "Auf Basis einer umfassenden Befragung unserer Mitarbeiter zu ihren Präferenzen und Bedürfnissen modernisieren wir unsere Arbeitsbedingungen und sorgen für eine Flexibilisierung von Arbeitszeit und Arbeitsort", erklärte ein Eon-Sprecher auf Nachfrage von energate. Denn die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien ein großes Kapital, welches das Unternehmen bereits besitze. "Und dies gilt es zu sichern und zu entwickeln. Mit anderen Worten: Wir legen großen Wert auf Mitarbeiterbindung und Weiterentwicklung", so der Sprecher.

 

Mit dem Mitarbeiterversprechen sollen nun betriebliche Anforderungen und persönliche Lebenssituationen besser in Einklang gebracht werden. Damit positioniert sich Eon nach eigener Einschätzung als Vorreiter unter den Dax-40-Konzernen bei der Flexibilisierung von Arbeit.

 

"Familienstartzeit" für Vereinbarkeit von Beruf und Familie

 

Ein zentraler Baustein ist die Einführung der "Familienstartzeit". Sie ermöglicht Vätern sowie gleichgeschlechtlichen Elternteilen eine vierwöchige, voll bezahlte Freistellung nach der Geburt eines Kindes. Das Modell zielt auf mehr Gleichstellung bei der Kinderbetreuung und soll zugleich die Attraktivität als Arbeitgeber erhöhen. Damit "verbessern wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf", sagte Stefanie Müller-Thon, Senior Vice President Group HR & Executive HR.

 

Zudem setze Eon auf variable Arbeitszeitmodelle wie "Vollzeit Plus", mit dem Beschäftigte ihre Arbeitszeit temporär erhöhen können, sowie Optionen zum Tausch von Gehalt gegen zusätzliche freie Tage und umgekehrt.

 

Antwort auf demografischen Wandel

 

Ähnlich wie andere Energieversorger in Deutschland adressiert der Konzern aber auch die demografischen Herausforderungen in der Belegschaft. Wie ein Unternehmenssprecher auf Anfrage von energate erklärte, gehe der Trend bereits heute dahin, dass Mitarbeiter später in den Ruhestand eintreten. Hintergrund sei unter anderem das steigende gesetzliche Renteneintrittsalter in vielen Ländern. Um den Übergang flexibler zu gestalten, biete Eon verschiedene Modelle an, wie der Sprecher erklärte. Dazu zählen reduzierte Arbeitszeiten vor dem Renteneintritt, Weiterbeschäftigung über die gesetzliche Altersgrenze hinaus sowie der Einsatz von Wertkonten zur individuellen Steuerung des Ausstiegs.

 

Der Bedarf an erfahrenen Fachkräften bleibe aber dennoch hoch. Insbesondere im Zuge der Energiewende sei spezialisiertes Know-how in Bereichen wie Netzausbau, Energiespeicherung und Energieeffizienz gefragt. Neben dem Mitarbeiterversprechen reagiert Eon darauf mit eigenen Ausbildungsprogrammen sowie einer strategischen Personalentwicklung.

 

Dezentrale Umsetzung

 

Die konkrete Ausgestaltung der Maßnahmen erfolgt jedoch nicht zentral. Aufgrund der dezentralen Struktur des Konzerns entscheiden die einzelnen Gesellschaften, welche Schwerpunkte sie setzen und wie die "Mitarbeiterversprechen" vor Ort umgesetzt werden. /hp

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