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Energiewendelösungen: Handwerk bleibt Platzhirsch

München (energate) - Bei der Installation von Energiewendelösungen wie Solaranlagen ist das lokale Handwerk für Haushaltskunden Ansprechpartner Nummer eins. Energieversorger werden dagegen vor allem als ergänzende oder alternative Anlaufstelle wahrgenommen. Das zeigt eine aktuelle Studie zum Energiedienstleistungsmarkt, die die Beratungsgesellschaften Kreutzer Consulting und Nordlight Research veröffentlicht haben. Demnach ist die dominante Marktposition lokaler Handwerks- und Fachbetriebe bei Heizungs- und Wärmeinstallationen besonders ausgeprägt: 84 Prozent der befragten Hauseigentümer, die eine Anschaffung einer Wärmepumpe planen oder bereits getätigt haben, würden den Kauf und die Installation über lokale Fachbetriebe realisieren. 

 

30 Prozent denken an den Energieversorger

 

Auch bei Photovoltaikanlagen (81 %) und Batteriespeichern (75 %) dominieren regionale Handwerksunternehmen die Präferenzen der Kunden. An den Energieversorger denken deutlich weniger der Hauseigentümer. Rund 30 Prozent der Befragten ziehen aber ihren aktuellen Strom- oder Gasanbieter grundsätzlich in Betracht. Große überregionale Installationsunternehmen wie Enpal oder 1Komma5 haben derweil ihre Marktposition gefestigt. Bei einer PV-Anlage erreichen sie in der Umfrage einen Wert von 33 Prozent, bei der Wärmepumpe 35 Prozent. 

 

Im Markt für Wallboxen zeigt sich ein breiteres Wettbewerbsumfeld: Neben Energieversorgern und Herstellern spielt auch der Einzelhandel mit 14 Prozent eine relevante Rolle, wobei dies sowohl den stationären Handel als auch Onlineshops umfasst. Doch auch bei den heimischen Lademöglichkeiten für E-Autos steht das Handwerk an erster Stelle. 74 Prozent würden die Installation einer Wallbox über lokale Fachbetriebe realisieren (Mehrfachnennungen möglich). 

 

Nachfrage nach integrierten Systemen

 

"Der EDL-Markt entwickelt sich zunehmend zu einem integrierten Systemmarkt rund um Energie, Wärme und Flexibilität", erklärte Klaus Kreutzer, Geschäftsführer von Kreutzer Consulting. Für Energieversorger sei dies durchaus eine gute Nachricht. Chancen entstünden insbesondere dort, "wo sie ihre bestehende Kundenbeziehung, ihre Energiewirtschaftskompetenz und digitale Vertriebsansätze gezielt in marktfähige Energielösungen übersetzen", betonte Kreutzer. /rb

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