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Enercity plant Produkt zum bidirektionalen Laden

Hannover (energate) - Enercity hat am Wochenende vom 8. bis zum 10. Mai erstmals Strommengen aus Elektrofahrzeugen an der Strombörse Epex Spot vermarktet. Das Unternehmen möchte die Erfahrungen aus dem Projekt nutzen, um damit ein Projekt für Firmenkunden aufzubauen. Voraussetzung dafür sind bidirektionale Fahrzeuge und Wallboxen. Den Testlauf führte Enercity mit der VW-Nutzfahrzeuge-Sparte durch.

 

Im insgesamt 53 Stunden langen Testzeitraum habe Enercity an der Börse eine 0,1-MW-Scheibe angeboten, erläuterte Projektleiterin Maximiliane von Butler in einem exklusiven Pressegespräch, an dem energate teilnahm. Dabei führte das Unternehmen 145 Handelstrades durch. Eigentlich hätten es über 200 sein können. Allerdings habe es an der Börse einen Bug gegeben, erläuterte von Butler. Die Erlöse hätten im niedrigen dreistelligen Bereich gelegen. "Flexibilität ist ein zentraler Baustein der Energiewende und wir sehen, dass wir sie mit bidirektionalem Laden zunehmend erschließen können", ergänzte Vorstandsvorsitzende Aurélie Alemany.

 

Vermarktung nachts und am Wochenende

 

Der vermarktete Strom stammte aus insgesamt zwölf Kleinbussen des Typs VW ID-Buzz aus der eigenen Fahrzeugflotte, die das Unternehmen zu der 0,1-MW-Scheibe aggregierte. Insgesamt verfügt Enercity über 75 solcher Fahrzeuge. "Diese stehen nachts und am Wochenende planbar herum", sagte von Butler. Damit habe Enercity einen zuverlässigen Pool, auf den es in diesen Zeiten zurückgreifen könne. Zunächst bleibt die Vermarktung aber auf die zwölf Kleinbusse beschränkt. Die restlichen Fahrzeuge will das Unternehmen vorerst nicht am Handel teilnehmen lassen - sie verfügen nicht über die notwendigen, bidirektionalen Wallboxen.

 

Vielmehr will Enercity das Pilotprojekt als Blaupause nutzen. "Es ist perspektivisch übertragbar auf andere B2B-Kunden", so von Butler. Ziel sei es, daraus ein Produkt für Flottenkunden zu machen. Dafür müsse aber die Politik die richtigen Weichen stellen. Notwendig sei eine Befreiung von den Netzentgelten, Abgaben und Umlagen sowie ein Wegfall der Doppelbesteuerung. Fahrende und stationäre Speicher müssten gleichgestellt werden. /sd

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