Elektrolyseur bekommt ausgeförderten Ökostrom
Köln (energate) - Der zum Shell-Konzern gehörende Stromhändler Next Kraftwerke beliefert den Elektrolysestandort "REFHYNE 1" im Chemical Park Rheinland in Wesseling südlich von Köln mit grünem Strom. Dafür hat er mit der ebenfalls zu Shell gehörenden Betreibergesellschaft ein PPA über 35 MW geschlossen. Die Strommenge ist Teil eines größeren Windkraftportfolios, das Next Kraftwerke für die Bürgerwindpark-Planungsgesellschaft Agrowea vermarktet. Dieses umfasst 14 Windparks in Norddeutschland mit 175 MW Gesamtleistung. 30 MW dieser Leistung werden noch durch das EEG gefördert. Die restlichen Anlagen sind älter als 20 Jahre - sogenannte Post-EEG-Anlagen - und müssen sich daher rein am Strommarkt weiterfinanzieren.
Next Kraftwerke bezahlt der Bürgergesellschaft einen Festpreis für diese 145 MW und versucht, Geld zu verdienen, indem es den in den Anlagen erzeugten Strom teurer weiterverkauft - unter anderem am Day-Ahead- sowie am Intraday-Markt. Daneben übernimmt Next auch die Rolle des Bilanzkreisverantwortlichen für die Windparks. Der Elektrolyseur Refhyne 1 ist bereits seit Sommer 2021 in Betrieb. Er kann jährlich bis zu 1.300 Tonnen grünen Wasserstoff liefern und dient als Vorbild für Refhyne 2 mit 100 MW Leistung. Dieser deutlich größere Elektrolyseur befindet sich derzeit noch im Bau und soll 2027 in Betrieb gehen. Für ihn hat Shell ebenfalls schon ein PPA abgeschlossen - mit dem Offshore-Windpark Nordsee One. /sd